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  • Fr., 07. November 2014, 11:56 Uhr
    Vor 50 Jahren wurde Manfred Schäfer ordiniert / 20 Jahre im Diakoniewesen gearbeitet

    Pfarrer Schäfer feiert außergewöhnliches Jubiläum

    Manfred Schäfer vor seinem Haus in Gimbsheim.


    Nach dem Studium in Mainz und Tübingen wurde der gebürtige Ostpreuße mit 30 Jahren in den Heil-Erziehungs-Pflegeheimen Scheuern-Nassau – heute Scheuern Stiftung – ordiniert. Dorthin war er während seines Spezialvikariats „mehr aus Zufall“, gelangt, wie er selbst sagt. Und wäre gerne geblieben. „Mir hat es dort gut gefallen, ich wollte gerne bleiben und auch der Vorstand hätte mich gerne behalten,“ erzählt er. Aber die Kirchenleitung entscheidet anders und so verschlägt es Manfred Schäfer und seine Familie nach Rheinhessen: Er wird Gemeindepfarrer in Gimbsheim und bleibt dort fast zwölf Jahre lang.

    Die Entscheidung, von dieser Pfarrstelle wieder in das Diakoniewesen zurückzukehren, hat mehr ihn getroffen, als umgekehrt. „Ich wurde angesprochen, ob ich nicht in Bad Ems bei den Diakonissen arbeiten wolle,“ blickt er zurück. „Dort haben sie dringend jemanden gebraucht und mir hatte die Arbeit in der Diakonie vorher bereits viel Spaß gemacht.“ Nach dem gefragt, was die Arbeit bei der Diakonie ausmacht, antwortet Schäfer mit dem Wort „Teamarbeit“. „Klar gibt es in den Gemeinden auch den Kirchenvorstand und ich hatte hier in Gimbsheim einen sehr engagierten Kirchenvorstand, aber in einem solchen Diakonissenhaus wie in Bad Ems arbeitet man auf ganz andere Weise miteinander,“ versucht er zu differenzieren. 20 Jahre lang – von 1977 bis 1997 – war er Vorsteher des Diakonissenhauses in Bad Ems und hat dort angesichts sich wandelender Notwendigkeiten für viele Neuerungen gesorgt, die bis beute bestehen. So hat er ein neues Altersheim gegründet und die Umstellung der Altersheime auf sogenannte Pflegeheime aktiv mitgestaltet. „Zu Beginn meiner Zeit waren es 120 Diakonissen dort im Haus, gegen Ende nur noch 18,“ erzählt der heute 80-jährige. „Man musste sich an neue und veränderte Zeiten anpassen, vieles ändert sich wie auch die Bevölkerungsstruktur, und so haben wir eine besondere Demenzabteilung eingerichtet.“

    Gereizt hat ihn immer die vielfältige Arbeit, die sein Berufsleben bei der Diakonie mit sich brachte: „Diakonie bedeutet Dienst an der Gemeinde,“ sinniert Schäfer über das, was diese Arbeit ausmacht. „Besonders reizvoll fand ich außerdem die Vernetzung und den Austausch auf internationaler Ebene,“ nickt er bekräftigend.

    Nachdem er in den Ruhestand gegangen ist, ist der Vater von drei Töchtern und Großvater von acht Enkeln wieder zurück an eine ehemalige Wirkungsstätte gezogen: nach Gimbsheim. „Meine Frau und ich haben uns verbunden gefühlt mit dem Ort und haben nach wie vor Freunde hier. Da lag das nahe,“ resümiert Schäfer, wie es zu dem Umzug kam. Ganz anders die Töchter: Die wohnen mittlerweile quer durch Deutschland verteilt.

    Am kommenden Sonntag, dem 9. November, findet um 10 Uhr ein feierlicher Gottesdienst in der evangelischen Kirche in Gimbsheim statt. Im Rahmen dessen wird Dekan Harald Storch ihm die Urkunde anlässlich seines 50-jährigen Ordinationsjubiläums überreichen.

     

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