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  • Do., 02. Mai 2013, 21:56 Uhr
    Mit einem schwer erkämpften 3: 2-Sieg gegen den Oberliga-Rivalen SV Gonsenheim trifft die TSG im Endspiel auf den Oberligisten Arminia Ludwigshafen, der im Viertelfinale den Pokalsieger Wormatia ausgeschaltet hatte

    Pfeddersheim steht im Verbandspokal-Finale

    VON KLAUS DIEHL Es gibt Dinge in einem Fußballer-Leben, die sich ob oder gerade wegen ihrer Wichtigkeit irgendwann einmal wiederholen. So geschehen am 1. Mai gegen 16.45 Uhr. Im Mittelpunkt stand TSG-Spieler und Routinier Björn Miehe. Beim Stande von 2:2 gab es einen fragwürdigen Foulelfmeter für die TSG Pfeddersheim und Björn Miehe ließ sich durch alle Diskussionen nicht aus der Ruhe bringen, trat zur Exekution des Strafstoßes an. Dem SVG-Keeper Bylsma ließ er keine Chance, denn das runde Spielgerät schob der TSG-Schütze in die von ihm aus gesehene rechte Ecke, während der SVG-Keeper in die andere Richtung flog.

    Es war im Mai 2000, als Björn Miehe damals noch ein ganz junger Spieler, im SWFV-Pokalfinale 2000 gegen die damaligen Amateure des 1. FC Kaiserslautern beim entscheidenden Elfmeterschießen in Neustadt auch den letzten und entscheidenden Strafstoß für die TSG Pfeddersheim als Südwestmeister verwandelte. In der 1. DFB-Pokalrunde trafen die Wormser Vorortler am 1. Backfischfestsonntag im Jahr 2000 auf 1860 München, wo man aber nach dem Weggang einiger Spieler deutlich den Kürzeren zog. Nun, diesmal war es noch nicht das Endspiel, das am 29. Mai entweder in der Wormser EWR-Arena oder im Südwest-Stadion in Ludwigshafen zur Austragung kommen wird.

    Am Mittwoch im Uwe-Becker-Stadion war es ein Spiel mit zwei völlig verschiedenen Halbzeiten, wobei noch keine Minute gespielt war und der Ball bereits zum 1:0 für Pfeddersheim im Gästetor lag.Torschütze war allerdings der Gonsenheimer Heintz, der seinen Torhüter mit einem Heber überraschte. Die Folge war eine ziemlich neben sich her laufende Gonsenheimer Elf, die ja auch den Klassenerhalt in der Oberliga noch nicht sicher hat. Aber auch eine TSG-Elf, die ihre bekannten Schwächen zeigte, in dem sie versäumte zur Pause bereits deutlicher als mit 2:0 führen zu können.

    Für dieses zweite TSG-Tor zeichneten die zwei von der Größe her kleinsten TSG-Akteure verantwortlich. Denn Alexander Nazarov als neues „Kopfball-Ungeheuer“ war in der 19. Spielminute zur Stelle und köpfte eine gut getimte Flanke des erstmals nach seinem Bänderriss im Fuß wieder spielenden Dennis Seyfert per Kopf unhaltbar ein. Von den Gästen war bis zur Halbzeitpause weiterhin so gut wie nichts zu sehen und man durfte froh sein, zu diesem Zeitpunkt nicht höher in Rückstand zu liegen. Weitere gute Torchancen – ein Problem, das sich während der bisherigen Saison beim Aufsteiger wie ein roter Faden hindurch zieht – auf Seiten der Gastgeber blieben ungenutzt, was sich fast noch gerächt hätte. Denn bei einem möglichen 3:0 durfte man Zweifel haben, ob die Mainzer Vorortler noch einmal so zurückgekommen wären, wie dies im zweiten Spielabschnitt der Fall war.
    Da wurden die ersten 45 Minuten gerade auf den Kopf gestellt und Pfeddersheim enorm unter Druck gesetzt. Zweimal Petreski war es , der in der 48. und 71. Minute für den Ausgleich zum 2:2 sorgen konnte. Besonders das erste Gegentor drei Minuten nach Wiederanpfiff brachte die Gastgeber regelrecht aus der Spur. Schlimmeres verhinderte aber einmal mehr Thorsten Müller im TSG-Tor, ehe sodann die eingangs geschilderte 88. Minute kam.

    Freude pur und „Endspielgesänge“ auf Pfeddersheimer und sichtlich enttäuschte Gäste auf der anderen Seite.
    Dieser Sieg ist der Pfeddersheimer Mannschaft und ihrem Trainer-Duo Norbert Hess/Mathias Lang von Herzen zu gönnen, die als Aufsteiger eine wahre Berg- und Talfahrt-Saison sowohl spielerisch als auch hinsichtlich vieler Verletzungen der Spieler durchgemacht haben. Auch dieser Sieg wurde wieder teuer erkauft, musste doch noch in der Nacht Kevin Gotel wegen Nierenblutungen in das Wormser Klinikum gebracht werden. Er hatte während des Spiels einen Schlag in die Nierengegend erhalten. Trotzdem heißt es ganz schnell das Endspiel aus den Köpfen zu bringen, denn der Klassenerhalt steht bis dahin absolut bei noch ausstehenden sechs Spielen im Vordergrund.
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