Dennis Seyfert lässt sich selten aufhalten und wenn es aus dem Spiel heraus nicht klappt, dann ist es eben ein Freistoß den er zum 4:0 verwandelt. Links ist Marcel Veek zu sehen, der ebenfalls per Freistoß die 1:0-Führung gegen die U23 des SV Elversberg besorgte. Foto: Felix Diehl
VON KLAUS DIEHL „Heute haben wir nicht so gut gespielt und dennoch ist es erfreulich, dass meine Mannschaft – wenn es eben nicht so wie gewünscht läuft – eben Standardsituationen zu nutzen weiß“, so TSG-Coach Norbert Hess. Da der bisher mit Pfeddersheim punktgleich an der Tabellenspitzenstehende SC Hauenstein in Mechtersheim mit 1:2 unterlag, ermöglichte dies die alleinige Pfeddersheimer Tabellenführung.
Für Norbert Hess, Spieler und Umfeld ist dieser Platz an der Sonne der Oberliga sicherlich eine erfreuliche Bestandsaufnahme, mehr aber auch nicht. Da gibt es keine großtönenden Worte und für den TSG-Coach sind es jetzt 18 Punkte für den angestrebten Klassenerhalt. Zur Erinnerung sei erwähnt, dass man in Pfeddersheim im ersten Jahr nach dem Aufstieg etliche Spiel mehr brauchte, um auf eine solche Punktzahl zu kommen. Der bisher gute TSG-Lauf, lässt zusätzlich auch die anderen Mannschaften aufhorchen und entsprechend motiviert werden sie in den weiteren Spielen gegen Pfeddersheim antreten. So auch die U23 des SV Elversberg, die sich als eine sehr laufstarke Mannschaft präsentierte. Pfeddersheim kam da nicht wie zuletzt gewohnt in die Gänge und es schien auf ein recht zähes Spiel hinauszulaufen, wenn da nicht die Standardsituationen gewesen wären.
Etwa in der 25. Minute als Marcel Veek kurz vor dem Gästestrafraum gefoult wurde und eigentlich Dennis Seyfert oder Arijan Berisha als rechtsfüßige Schützen bereit standen. Doch Pustekuchen für den Gästetorhüter, denn „Schlitzohr“ Marcel Veek zirkelte fast aus dem Stand den Ball links um die Mauer herum und es stand nach diesem wahren Husarenstück 1:0.
Nur drei Minuten später stand der Elversberger Torhüter Fabian Gessner erneut im Mittelpunkt, als er im Strafraum Mario Cuc von den Beinen holte und der Schiedsrichter sofort auf den 11m-Punkt zeigte. Zu allem Unglück (die Regel ist nun einmal so unsinnig) sah er auch noch die Rote Karte, was sicherlich sehr bitter war. Schiedsrichter Mario Schmidt (Daun) konnte garnicht anders handeln. Björn Miehe verwandelte sicher zum 2:0. Wer nun gedacht hatte in Überzahl würde es ein Schaulaufen auf das Elversberger Tor, der sah sich doch etwas getäuscht. In der 41. Minute musste gar TSG-Torhüter Thorsten Müller rettend eingreifen. Nach einem perfekten Pass von Marcel Veek, traf Enis Aztekin nur den Pfosten des jetzt von Marco Curcio gehüteten Elversberger Tores.
Um Schadensbegrenzung in 2. Halbzeit bemüht
In der 59. Minute trat Björn Miehe erneut vom 11m-Punkt an, als dem Elversberger Niklas Holzweißig der Ball nach einem Cuc-Schuss an die Hände sprang. Doch es gab noch eine Steigerung bei Standardsituationen. Diesmal war es drei Minuten später Dennis Seyfert, der den jungen Gästetorhüter mit einem Freistoß von der linken Seite insofern überraschte, als er den Ball direkt in das rechte untere Eck platzierte. Die nie aufsteckenden Saarländer kamen 72. Minute durch Marcel Linn zum 1:4, das mögliche 2:4 vereitelte Thorsten Müller, der einen von Markus Mo Amar verursachten Foulelfmeter von Alexander Schmieden aus dem linken unteren Eck fischte. In der Endphase hätte alleine Arijan Berisha mindestens noch zwei Tore erzielen müssen. Für das Spitzentreffen am Samstag in Hauenstein sollte man sich auf Pfeddersheimer auch als Tabellenführer nicht unnötig unter Druck setzen lassen.
Für die TSG spielten: Thorsten Müller, Yannick Krist, Jakob Siebecker, Matthias Lang (46. Mathias Tillschneider), Björn Miehe (69. Markus Mo Amar), Tobias Klotz, Arijan Berisha, Enes Aztekin, Dennis Seyfert (63. Christopher Ludwig), Marcel Veek.