
Von Marcus Diehl › Auswärts einen Punkt erkämpft und nach dem schwachen Spiel gegen Zeiskam eine Reaktion gezeigt. „Den Punkt nehmen wir mit, zufrieden sind wir dabei nicht, wir wollten drei Punkte“, stellte Trainer Nauwid Amiri nach dem Spiel fest. Beim SV Steinwenden holte die TSG ein 2:2 (0:1) Unentschieden.
Ein Spiel zweier verschiedener Halbzeiten. Hälfte eins ging klar an die TSG. Sie spielten stark auf. Es war Leben im Team; Zweikämpfe wurden angenommen und spielerisch waren die ersten 45 Minuten teilweise gut anzusehen.
Alexander Biedermann traf in der Anfangsphase zur schnellen Führung. Nur der zweite Treffer ist nicht gefallen. Er hätte der Mannschaft gut zu Gesicht gestanden, hätte für mehr Sicherheit gesorgt. In einer Eins-zu-Eins-Situation zielte Fabio Schmidt Millimeter am linken Pfosten vorbei. Die Gastgeber verschliefen völlig die erste Halbzeit. Keine einzige Torchance wurde erspielt.
Nauwid Amiri: „Ich sprach in der Pause noch an, dass wir nicht zu passiv werden dürfen.“ Doch die Defensive fing wieder an zu wackeln. Auch, weil Fabian Herchenhan in der Pause ausgewechselt werden musste. Das Sprachrohr im Team fehlte. Dazu kam eine Leistungssteigerung der Gastgeber.
Zwei Möglichkeiten, die Führung auszubauen, vergab Nico Najda. „Wenn wir das nächste Tor nicht machen, müssen wir halt es schaffen, die Führung zu verteidigen“, hoffte der Coach. Doch zu null haben sie bisher nur am ersten Spieltag gespielt.
Die vielen einfachen Fehler wurden dem Team wieder zum Verhängnis. Vor dem Ausgleich von Anton Artemov kam der versuchte Befreiungsschlag von Fabrizio Moncada nur wenige Meter weit. Beim Rückstand ein kollektives Versagen der Defensive. Es ging alles viel zu einfach für die Gastgeber. Ein langer Ball zum Seitenwechsel, direkter Pass in die Tiefe, Querpass von der Grundlinie – Tor. Keiner war imstande, erfolgreich den Spielzug zu unterbinden.
Nauwid Amiri: „Es fehlt an Kommunikation und an Qualität.“ Dabei meinte er das einfache Stellungsspiel und press beim Gegenspieler zu sein. Die TSG zeigte aber diesmal Moral. Lange Zeit fehlte jedoch der letzte entscheidende Pass in die Box.
In der Nachspielzeit dann doch noch der Ausgleich. Nach einer Ecke von Joel Yilma trifft Fabio Schmidt mit einem Kopfball. Geärgert hat den Coach die Zeit nach dem Ausgleich. Denn das Spiel war noch nicht zu Ende. Steinwenden hatten zwei riesige Möglichkeiten, doch noch den Siegtreffer zu erzielen. Am Ende ein gerechtes Unentschieden.
Jetzt gilt das Hauptaugenmerk dem Pokalspiel am Dienstag um 19 Uhr in Desloch. Im Achtelfinale vom Bitburger Südwestpokal geht es gegen die SG Meisenheim/Desloch/Lauschied, die in der Landesliga West im Mittelfeld der Tabelle stehen.
Am Freitag geht es schon in der Verbandsliga weiter. Um 19.30 Uhr kommt der TuS Steinbach. Sie stehen einen Platz hinter der TSG. Da wird ein Heimsieg herausspringen müssen.