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Mo., 29. Mai 2023, 12:51 Uhr
Fußball Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar: TSG krönt schwierige Saison mit einem Platz am rettenden Ufer
Pfeddersheimer sichern sich den Klassenerhalt
Nicht nur bei Kapitän Tobias Bräuner war die Erleichterung über den Klassenerhalt riesengroß. Die TSG bleibt Oberligist. Archivfoto: Felix Diehl
Von Marcus Diehl > Die Erleichterung war riesengroß und bis nach Worms spürbar. Die TSG Pfeddersheim holte beim SV Morlautern die restlichen Punkte für den Klassenerhalt. Mit einem 3:1 Auswärtssieg beendet die TSG eine sehr harte und schwierige Saison – mit dem erhofften Ausgang. Die TSG Pfeddersheim spielt in der nächsten Runde weiterhin in der Oberliga Rheinland/Pfalz Saar. Alle, Trainer, Spieler und sportliche Leitung, ist damit ein Stein vom Herzen gefallen. In den letzten Wochen wurde der Druck immer größer. Die Qualifikation für die Meisterrunde wurde verpasst und die Abstiegsrunde war für die meisten Mannschaften knüppelhart.
Großer Teamgeist
Trainer Tobias Ehrenberg mahnte von Anfang an. Die sieben Punkte Vorsprung zu Beginn der Abstiegsrunde waren bis zum letzten Spieltag aufgebraucht. Ein kleiner Knackpunkt war die 3:4 Heimniederlage gegen Arminia Ludwigshafen. Eine 3:1 Führung wurde noch verspielt. Die vielen Verletzungen wichtiger Spieler kamen noch hinzu. Ein großer Pluspunkt von der TSG war der große Teamgeist und die unheimliche Moral. Einige schon fast verlorene Spiele konnten am Ende noch wenigstens in ein Remis gerettet werden. Jeder gewonnen Punkt war wichtig, was die Tabelle am Ende auch zeigte. Am Ende betrug der Vorsprung auf den ersten möglichen Abstiegsplatz einen ganzen Punkt. Was die TSG in Morlautern auf den Weg brachte, war schon sensationell.
„Auswärtsspiel zum Heimspiel gemacht“
Der Aufruf der TSG „alle in Rot“ hatten viele Pfeddersheimer befolgt. Mit zwei Reisebussen und vielen, vielen Fahrgemeinschaften ging es in die Pfalz. Trainer Tobias Ehrenberg: „Unsere Fans haben das Auswärtspiel zu einem Heimspiel gemacht. Man hatte das Gefühl, das Stadion sei in roter Hand. Der Support war von der ersten Sekunde an mehr als überragend. Dies hat das Team über die gesamte Spielzeit getragen. Vielen Dank an alle die in Morlautern waren.“ Das Spiel war an Dramaturgie nicht mehr zu toppen. Die TSG hatte einen Super Start in der Partie. In der 14 Minute traf Vllaznim Dautaj zur Führung. Mit dem nächsten guten Angriff erhöhte Marcel Oehler sogar auf 2:0. In der Folgezeit verwaltete die TSG souverän die Führung. Bis kurz vor der Pause. Die Gäste trafen zum Anschlusstreffer und das noch durch ein Eigentor von Urfan Nassery. Der Gegentreffer wäre mehrmals zu verteidigen gewesen.
Eine reine Abwehrschlacht
Nach der Pause begann der Sturmlauf der Gastgeber. Für die TSG war es eine reine Abwehrschlacht. Zu allem Überfluss musste Trainer Tobias Ehrenberg bis zu 66. Minute dreimal Verletzungsbedingt auswechseln. Vor der Pause musste schon Vllaznim Dautaj vom Platz. In der zweiten Hälfte war dann Luca Graciotti am Ende seiner Kräfte und Vincent Haber, mit einer Bänderverletzung, nicht mehr Einsatzfähig. Dadurch war Marcel Oehler gezwungen die volle Spielzeit auf dem Platz zu stehen, trotz großem Trainingsrückstand. Trainer Tobias Ehrenberg: „Was meine Mannschaft in der zweiten Hälfte abgeliefert hat, davor kann ich nur den Hut ziehen. An Kampfgeist war das nicht mehr zu überbieten.“ Mehrere brenzlige Torraumszenen mussten überstanden werden. Immer wieder warfen sich die TSG Spieler in den Torschuss hinein. Vor allem über Standards versuchte Morlautern sein Glück. Doch die Innenverteidigung mit Matthias Tillschneider und Nils Gans war nicht zu überspielen. Mit dem Ausgleich wäre die TSG auf einen Abstiegsrang gerutscht. Bis zur Nachspielzeit mussten das Team und ihr Anhang zittern.
„Last ist abgefallen“
Für die Erlösung sorgte David Boateng. Nach einem langen Ball stand er alleine vor Torhüter Bakary Sanyang. Mit einem Zidane-Trick irritierte David Boateng den Goalie und der Ball trudelte ins Tor hinein. Danach war im Jubel kein Halten mehr. Die Erleichterung bei der TSG war riesig. Trainer Tobias Ehrenberg: „Eine Zentnerschwere Last ist abgefallen. Das war schon eine knüppelharte Abstiegsrunde. Das Glück haben wir uns heute mehr als verdient.“ Zurück in Pfeddersheim wurde der Erfolg gebührend gefeiert. Am 22. Juni steht dann schon wieder die Vorbereitung für eine weitere Saison in der Oberliga auf dem Plan.