1.200 Euro für ökologisches Jugendprojekt mit Solarstrom / Ausdruck von mehr Klimagerechtigkeit
Pfeddersheimer Umweltwoche wurde gefördert
Der Schaltschrank stellt jetzt sicher, dass die Anlage rund um die Uhr funktioniert.
Seit 1993 gibt es die Pfeddersheimer Umweltwoche, ein Projekt der Evangelischen Jugend Pfeddersheim in den Osterferien. Kindern werden bei der Umweltwoche die Aspekte des Natur-und Umweltschutzes kreativ näher gebracht, so auch in diesem Jahr.
24 Kinder ab 8 Jahren wurden von 10 qualifizierten jugendlichen Teamern und Gemeindepädagogen betreut und in die ökologischen Zusammenhänge unserer Umwelt eingeführt. So wurden beispielsweise in einem Workshop kleine solarbetriebene Schiffe gebaut, die ihre Wassertauglichkeit erfolgreich unter Beweis stellen konnten. In einem zweiten Angebot konstruierten die jungen Teilnehmer einen solarbetrieben Backofen – einen schwarz gestrichenen Umzugskarton, der durch reflektierende Alufolie so stark erhitzt wurde, dass in der Tat darin gebacken werden konnte.
Ein weiterer Workshop modifizierte die bereits bestehende Photovoltaikanlage am Teich hinter dem Gemeindehaus. Immer wenn die Sonne scheint wird Strom produziert der eine Pumpe im Teich in Gang setzt. Das Wasser wird in die Höhe gepumpt zu einem Bachlauf, der in den Teich zurück fließt.
Bedingt durch die Technik war der Betrieb dieser Anlage bisher nur dann möglich, wenn durch die direkte Sonneneinstrahlung von der Solaranlage Strom erzeugt wurde, ein nachhaltiges Speichern der erzeugten Energie war nicht möglich – bis zu dieser Umweltwoche!
In einem Schaltschrank wurde eine Batterie zusammen mit einem Laderegler von Jonas Bauer und Lukas Beth eingebaut. Immer wenn die Sonne scheint, produziert die Photovoltaikanlage mehr Strom als die Pumpe benötigt, der nun gespeichert werden kann, was nun auch den Betrieb der Anlage nachts und bei schlechtem Wetter ermöglicht.
Gemeinsame Aktion mit den anderen Konfessionen
Diese vorbildhafte Anlage wurde nun mit 1.200 Euro aus Mitteln des „Pilgerwegs der Gerechtigkeit und des Friedens“ gefördert, einer weltweiten Gemeinschaft von Kirchen auf der Suche nach Einheit, gemeinsamem Zeugnis und Dienst, der auch die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau angehört. Dabei geht es darum, gemeinsam – mit anderen Konfessionen oder Gruppen – loszugehen und Projekte durchzuführen wie hier z.B. für mehr Klimagerechtigkeit. Strom wird regenerativ durch die Sonne erzeugt und seit dieser Umweltwoche nun auch gespeichert.
Passend zum Thema gab es auch einen Ausflugstag für die gesamte Gruppe der Umweltwoche. Er führte nach Neustadt an die Weinstraße, wo das Solar-Info-Zentrum besucht wurde. Dort konnte man unter anderem sehen, wie ein Haus geheizt werden kann ohne auf fossile Brennstoffe zurückzugreifen oder wie Trinkwasser gespart werden kann, in dem die Toilettenanlage mit Regenwasser betrieben wird.
Die „Energieagentur Rheinland-Pfalz“ war bei diesem Ausflug mit beteiligt. Mit Strommessgeräten ausgestattet konnten die Teilnehmer herausfinden, dass manche elektrische Geräte auch dann Strom verbrauchen, wenn sie im Stand-by Modus „ausgeschaltet“ waren. Aufs Jahr gerechnet sind das immerhin bei manchen Geräten der Gegenwert von 20 Eisbechern.