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  • Di., 25. Februar 2014, 10:22 Uhr
    Wormser Solarkataster seit drei Jahren online / Rückgang neuer Anlagen in Worms deutlich geringer als im Bundesdurchschnitt

    Photovoltaik weiter stark nachgefragt

    Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. meldet den schwächsten Photovoltaik-Zubau seit fünf Jahren: „2013 sind in Deutschland lediglich 124.000 neue Solarstromanlagen mit einer Leistung von insgesamt 3.304 Megawattpeak (MWp) neu installiert worden. Das ist ein Einbruch von mehr als 56 Prozent gegenüber 2012. Dies geht aus jüngsten Zahlen der Bundesnetzagentur hervor, teilt der Bundesverband mit. Als Grund gibt der Verband die extreme Kappung der Solarförderung an, die zu einem Einbruch der Nachfrage geführt habe.

    Negativtrend in Worms abgeschwächt
    In Worms ist diese Entwicklung lediglich sehr abgeschwächt zu beobachten: Wurden im Jahr 2012 138 Neuanlagen errichtet, waren es im darauf folgenden Jahr 117, also gerade mal 15 Prozent weniger. „Dies ist unter anderem auf das „1.000-Dächer-Programm“ zurückzuführen, das die Abteilung 3.05 - Umweltschutz und Landwirtschaft der Stadtverwaltung Worms im Jahr 2013 aufgelegt hat“, teilt Klimaschutzbeauftragter Reinhold Lieser mit. In den sonst sehr schwachen Monaten Januar und Februar wurden 2013 in Worms dreimal so viele Photovoltaikanlagen installiert wie in den Vergleichsmonaten der Vorjahre. Im Aktionszeitraum November 2012 bis April 2013 sind insgesamt 60 Neuanlagen auf Wormser Dächern zu verzeichnen – überwiegend typische Einfamilienhaus-Anlagen. Die Gesamtzahl aller Wormser Photovoltaikanlagen liegt zum 31.12.2013 bei 874 mit einer installierten Leistung von mehr als 20 MW. Damit können etwa 19,5 Millionen kWh Strom erzeugt werden. Dies entspricht dem Verbrauch von ca. 5.200 Wormser Haushalten.


    Kosubek: positiven Trend fortsetzen
    „Wir sind zuversichtlich, dass dieser positive Trend in Worms weiter fortgesetzt werden kann und die angestrebten 1.000 Dächer erreicht werden“, stellt Bürgermeister Kosubek fest. „Damit kommen wir dem Ziel, den Strom der Wormser Haushalte bis zum Jahr 2030 vollständig aus erneuerbaren Energien zu decken, immer näher“, so Kosubek weiter. Wind-, Bioenergie und Photovoltaik liefern in Worms zusammengenommen bereits heute mehr als 50 Prozent des Stroms aller Wormser Haushalte.

    Interessant bei Eigennutz von Solarenergie
    „Interessenten von Photovoltaikanlagen sollten ihr Augenmerk nicht nur auf die gesetzlich garantierte Einspeisevergütung richten, die kontinuierlich von Monat zu Monat sinkt“, macht Reinhold Lieser deutlich. Diese liege seit geraumer Zeit wesentlich niedriger als die aktuellen Strombezugspreise von 26 bis 28 ct/kWh. Deshalb lohne es sich, einen möglichst großen Teil des erzeugten Stroms im eigenen Haushalt selbst zu nutzen. Laut Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz können 20 bis 30 Prozent des erzeugten Stroms selbst genutzt werden und erscheinen daher nicht auf der Stromrechnung. Dieser Anteil kann durch die Installation eines Batteriespeichers noch deutlich erhöht werden.


    Die Abteilung 3.05 - Umweltschutz und Landwirtschaft sowie die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz beraten gerne ausführlich zu diesem Thema. Termine für die Energieberatung können unter Telefon 06241/853-3507 vereinbart werden. Das Solarkataster der Stadt Worms gibt Auskunft über die Eignung und das Potenzial der Wormser Dächer und ist online über www.solarkataster-worms.de abrufbar.

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