Fr., 26. Juli 2019, 10:56 Uhr
HSG WORMS: Verein soll zukünftig in der Bundesliga spielen / Ausgliederung der 1. Mannschaft
Pläne über Gründung einer GmbH
In Worms soll bereits in naher Zukunft mindestens Handball in der 3. Bundesliga gespielt werden - und zwar sogar mittelfristig mit einem Team, dessen DNA aus eigens ausgebildeten Talenten aus Worms und Umgebung besteht sowie den erfolgshungrigen Spielern aus dem bestehenden Kader und Handballern mit Drittligaformat aus der Region. Mit dieser Vision arbeiten der Vorstand der Handballspielgemeinschaft (HSG) Worms und der renommierte Wormser Unternehmer und HSG-Sponsor, Christian Gutland, in den kommenden Wochen auf die dafür notwendige Ausgliederung der ersten Mannschaft hin. „Wir planen die Gründung einer GmbH inklusive einem ganzheitlichen Konzept zur Weiterentwicklung des Vereins und des Handballs in Worms mit dem Ziel die Sportstadt Worms und die Handballregion Rheinhessen noch stärker im Südwesten zu positionieren“, erklären die HSG-Vorstände Thorsten Schlüter und Florian Stenner sowie Christian Gutland gemeinsam.
Jugendarbeit als Schwerpunkt
Neben der Stärkung der ersten Mannschaft und dem Team hinter dem Team, die seit nunmehr fünf Jahren in der Oberliga Rheinland-Pfalz an den Start gehen, beinhalte das Konzept auch einen Schwerpunkt Jugendarbeit. „Zusätzlich zu den den notwendigen Weichenstellungen für eine erfolgreiche, erste Welle sind wir der festen Überzeugung, dass Verein und GmbH in enger Zusammenarbeit den Jugendhandball stärken können und müssen. Wie bei den Aktiven gibt es natürlich auch in Zukunft Breitensport mit dem Wormser Drachen auf der Brust, aber wir möchten parallel zur Viertliga-Mannschaft auch im Jugendbereich einen Leistungsbereich aufbauen. Wir verfügen in Worms schon jetzt über viele talentierte Spieler und Trainer, aber wir haben noch mächtig Entwicklungspotenzial“, erklären die Initiatoren mit Blick auf die Vision vom Wormser Handball.
Verein profitiert von erster Mannschaft
In den zurückliegenden Wochen haben Thorsten Schlüter und Florian Stenner intensive Gespräche mit Christian Gutland im Hinblick auf das Grundkonstrukt GmbH, die zukünftige Ausrichtung des Vereins und die grundsätzliche Konzeptionierung des Projekts gesprochen. All das wurde Ende Juni den geschäftsführenden Vorständen der HSG-Stammvereine TV Leiselheim, Eintracht Herrnsheim und SC Wormatia präsentiert. Mit dem positiven Feedback dieser Gespräche folgte Anfang Juli in einer HSG internen Vorstandssitzung der einstimmige
Beschluss, das Projekt weiter zu verfolgen. Auch das Sportdezernat wurde bereits über die laufenden Pläne informiert. „Wir setzen auf volle Transparenz und die volle Unterstützung aus unseren Stammvereinen, unserem Vorstand, der Stadt und natürlich der HSG-Mitglieder, die in einem nächsten Schritt bei einer Mitgliederversammlung per Votum uns grünes Licht geben sollen“, unterstreichen die Vereinsvertreter Thorsten Schlüter und Florian Stenner. Die Vorstände stehen laut eigener Aussage jedem Interessierten für Gespräche jederzeit zur Verfügung. „Auf der Website gibt es ein eigens eingerichtetes Kontaktformular. Wir stehen jedem Rede und Antwort und möchten an dieser Stelle betonen, dass nicht nur langfristig attraktiver und hochklassigen Handball möglich wird, sondern auch der Verein maßgeblich von einer ausgegliederten, ersten Mannschaft profitieren würde.“ Die ausgegliederte Mannschaft soll bereits zur Saison 2020/21 in Deutschlands vierter Liga an den Start gehen. Die Gründung der GmbH erfolgt direkt nach der Mitgliederversammlung, sofern diese dem Plänen wie erhofft zustimmt.
„Große und erfolgreiche Tradition“
Christian Gutland, der seinen Geschäftspartner Efrem Önder an der Seite hat, sagt zu dem ambitionierten Vorhaben: „In Worms hat Handball eine große und erfolgreiche Tradition, die ich persönlich aus verschiedenen Perspektiven kenne und schätze. Was sich seit dem Aufstieg in die Oberliga vor fünf Jahren in Worms im Aktiven- und Jugendbereich getan hat, das ist sehr beachtlich und der Verdienst vieler junger, engagierter Leute sowie einem breit aufgestellten Verein mit vielen Fans, Unterstützern und Sponsoren. Der Verein ist sportlich dazu in der Lage sich noch extrem zu steigern. Wichtig ist gleichzeitig, dass die Wormser Drachen auch in Sachen Öffentlichkeitsarbeit und Marketing extrem gut aufgestellt sind. Mit der Unterstützung von allen, die den Handball lieben und leben, können wir hier bei der HSG gemeinsam etwas Großes entstehen lassen.“