Fr., 16. September 2022, 19:20 Uhr
Herrnsheim: CDU-Fraktion informiert sich vor Ort / Freiwillige Feuerwehr wichtiger Bestandteil der Ortsgemeinschaft
Planungssicherheit für die SGE
„Die SG Eintracht hat einen Pachtvertrag bis 2035 und mindestens bis dahin wird sie auch auf dem Sportplatz zwischen Höhenstraße und Herrnsheimer Hauptstraße spielen können und dürfen.“ Mit dieser eindeutigen Aussage gaben Oberbürgermeister Adolf Kessel und Fraktionssprecher Dr. Klaus Karlin den Vertretern des Herrnsheimer Sportvereins für die nächsten 12 Jahre Planungssicherheit.
Andrea Bösing, die Vorsitzende der SGE, musste berichten, dass im Wormser Vorort immer wieder Gerüchte gestreut würden, der Verein müsse sein Spielgelände in nächster Zeit aufgeben. Die Folgen des ungerechtfertigten Flurfunks blieben leider nicht aus. Viele Eltern haben ihre Kinder vorschnell aus den Jugendabteilungen der Eintracht abgemeldet.
"Wir werden uns an den Vertrag halten"
Oberbürgermeister Kessel hat für diese Gerüchteküche nur wenig Verständnis. „Die Stadt hat einen 25-jährigen Pachtvertrag mit dem Verein geschlossen, der noch bis 2035 läuft. Und wir werden uns an diesen Vertrag halten, das steht völlig außer Frage.“
Dass dieser Standort dennoch nicht ideal ist, war allen Beteiligten klar. Die Problematik mit den Umkleiden und Toiletten in der Dalbergschule, die während der Ferien teilweise nicht benutzbar sind, der schlechte Zustand des Rasens, die wiederholt vorkommenden Diebstähle und der latente Vandalismus machen dem Verein schon zu schaffen. Dabei leistet die SG Eintracht nach wie vor eine beeindruckende Jugendarbeit. In allen Mannschaften und Altersgruppen herrscht ein großes integratives Engagement, dass für die Ortsgemeinschaft und das soziale Miteinander äußerst wertvoll und wichtig ist.
Gerätehaus ist nicht mehr zeitgemäß
Gleiches gilt auch für die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr in Herrnsheim. Mit 40 aktiven Wehrleuten gehört der Löschzug Herrnsheim zu den stärksten und aktivsten im Stadtgebiet. Allerdings kommt das angemietete Gerätehaus langsam in die Jahre und ist eigentlich nicht mehr zeitgemäß. „Um weibliche Feuerwehrleute aktiv in die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr einzubinden, brauchen wir andere bzw. neue Räumlichkeiten,“ berichtete Frank Schäfer, stellvertretender Löschzugführer in Herrnsheim den Fraktionsmitgliedern. Gleichzeit war allen Beteiligten klar, dass die Haushaltslage der Stadt einen Neubau in absehbarer Zeit nicht zulässt.
Eine eventuelle Lösung der Problematik könnte es aber sein, wenn die FFW Herrnsheim in die geplante Hauptfeuerwache Nord mit einziehen würde. Frank Schäfer gab zu bedenken, dass neben den Aufgaben „Löschen, Retten, Schützen, Bergen“ auch die Geselligkeit nicht zu kurz kommen darf. Dies könnte zu Konflikten mit der Berufswehr führen, wenn nach einer Übung die Nachbetrachtung etwas zu lang und zu laut ausfallen würde. Hier müsse eine räumliche Trennung gewährleistet sein. „Und für uns wäre es auch wichtig, dass der Standort der Feuerwache Nord möglichst nahe am Ortsgebiet Herrnsheim angesiedelt wird.“
Ortsvorsteher Andreas Wasilakis dankte den Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Herrnsheim für den unermüdlichen Einsatz und versprach, die Wünsche und Anregungen in die Planungen mit einfließen zu lassen.