Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
Sie sind hier: Startseite » Sport » Pleiten, Pech und Pannen – Teil 3
Mo., 04. Oktober 2021, 18:09 Uhr
FUSSBALL OBERLIGA: TSG Pfeddersheim verliert beim SV Elversberg II mit 0:1 die dritte Partie in Folge und beklagt dazu zwei weitere Verletzte
Pleiten, Pech und Pannen – Teil 3
Nächster „Platzhalter“ auf der inzwischen sehr langen Verletztenliste der TSG Pfeddersheim: Mittelfeldspieler Max Lieberknecht (links) musste in der Oberliga-Partie beim SV Elversberg II nach einem heftigen Schlag auf den Knöchel bereits nach einer Viertelstunde verletzt vom Feld. Foto: Felix Diehl
VON JÜRGEN JAAP | Nächste bittere Pille für die TSG Pfeddersheim im Auswärtsspiel des zehnten Spieltages der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar der Saison 2021/2022 beim SV Elversberg II: Die Kicker von TSG-Trainer Daniel Wilde mussten bei der Regionalliga-Reserve der Saarländer nicht nur eine 0:1-Pleite – die dritte Niederlage in Serie – hinnehmen, sondern verloren überdies in der Anfangsphase der Partie mit Max Lieberknecht und Kapitän Sebastian Kaster zwei weitere wichtige Stammkräfte durch Verletzungen. Das Punktekonto der TSG bleibt nach der unglücklichen Pleite bei 16 Zählern stehen, während die Verletztenliste des Tabellenfünften weiter anschwillt.
Max Lieberknecht und Sebastian Kaster fallen früh aus
Trotz der Hypothek der beiden Klatschen gegen Wormatia Worms und Arminia Ludwigshafen im Kanister ging es für Pfeddersheim gut los. TSG-Kapitän Sebastian Kaster hatte die schnelle Führung gleich doppelt auf dem Fuß, scheiterte aber am guten SV-Torwart Florian Barth und versäumte beim zweiten Versuch den Pass auf den besser postierten Mitspieler. Was dann folgte, sortierte Daniel Wilde in die Kategorie „drei kapitale Nackenschläge“ ein. Mittelfeldspieler Max Lieberknecht bekam bei einer Rettungstat einen bösen Schlag auf den Knöchel. In Unterzahl und ob des nötigen Wechsels in der Abwehr kurzzeitig unsortiert kassierte die TSG das 0:1, als Luis Kerner eine Flanke von links unbedrängt zur Führung der Gastgeber einnetzte (14.). „Ein völlig unnötiger Gegentreffer“, stellte Daniel Wilde fest. Den dritten Rückschlag binnen zehn Minuten gab’s mit dem Aus von Sebastian Kaster, der wegen muskulärer Probleme durch Melchisedec Yeboah ersetzt werden musste (25.).
TSG dominiert Durchgang zwei, trifft aber nicht
„Nach den Wechseln kam ein Bruch mit vielen Ballverlusten in unser Spiel“, war Daniel Wilde durchaus froh, dass sich sein Team gegen jetzt überlegene Elversberger mit dem 0:1-Rückstand in die Pause retten konnte. Aus der kam die TSG wie verwandelt. „Wir haben in Hälfte zwei richtig gut gespielt“, so Daniel Wilde. Dicke Torchancen erspielten sich nur noch die Gäste. Einen Yeboah-Kopfball kratzte Florian Barth von der Linie. Jan-Philipp Schünke aus elf Metern und Waaris Bhatti per Freistoß scheiterten knapp. Und dann hatte Mathias Tillschneider, der nach längerer Verletzung erstmals wieder in der Anfangsformation stand, bei einem Lattenknaller das Pech am Fuß. Überhaupt: Irgendwie wollte das Leder nicht über die Linie des SV-Kastens, auch nicht als eine Doppelchance von Tillschneider und Bhatti letztlich von der Latte ins Toraus trudelte.
TSG nimmt positive Ansätze aus Elversberg mit
Die schlechte Chancenverwertung kostete Pfeddersheim die Punkte. „Mindestens einen hätten wir uns angesichts der vielen hochkarätigen Chancen verdient“, haderte Daniel Wilde mit dem Pech im Abschluss. Gleichwohl gab’s für den TSG-Coach auch viele positive Aspekte: „Mathias Tillschneider hat unserer zuletzt arg gebeutelten Abwehr Stabilität gegeben, und die Mannschaft hat eine sehr gute Reaktion auf die beiden deutlichen Niederlagen gezeigt.“ Einzig das Ergebnis stimmte nicht wirklich für Pfeddersheim, was aber zu großen Teilen an den unglücklichen Umständen lag, welche die TSG bei der 0:1-Niederlage in Elversberg umgaben.