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  • Do., 31. Oktober 2013, 17:04 Uhr
    Wormatia verabschiedet sich mit 1: 2 nach Verlängerung beim Oberligisten SV Alemannia Waldalgesheim aus dem Bitburger SWFV-Verbandspokal / Heute geht es zum Schlusslicht nach Ulm

    Pokal-Pleite – Viel Aufwand, aber kein Ertrag

    Wo sind Ball und gegnerisches Tor? Nur Marco Steil (Mitte) fand bei der blamablen 1:2-Niederlage nach Verlängerung im Viertelfinale des Bitburger SWFV-Verbandspokals beim Oberligisten SV Alemannia Waldalgesheim den Schlüssel zum Erfolg, konnte er doch in der 82. Minute wenigstens zum 1:1 ausgleichen. Foto: Klaus Diehl


    VON KlAUS DIEHL Waldalgesheim sollten die Wormaten künftig besser meiden, denn erneut wurden die dortigen  Alemannen zum  Stolperstein im Bitburger SWFV-Verbandspokal. Mit dem gleichen Ergebnis unterlag man im Pokal am 25. April 2011 unter dem damaligen Trainer  Ronny Borchers. Waren es 2011 die vielen vergebenen Torchancen, so waren es am letzten Mittwoch die derzeitigen Unzulänglichkeiten überhaupt solche herauszuspielen und individuelle Fehler als Ursache für das mehr als enttäuschende Ausscheiden.

    Die Tristesse an der Alzeyer Straße geht weiter und raubt den Verantwortlichen immer mehr den gesunden Schlaf. Hinter derRegionalliga-Elf steht weiter ein großes Fragezeichen, die Situation ist weiter absolut unbefriedigend. Daraus machen sowohl Trainer Hans-Jürgen Boysen, wie auch Marcel Gebhardt von der sportlichen Leitung keinen Hehl. Durch diese – nach Augenzeugen  verdiente Niederlage –  ist das Dilemma um die Mannschaft noch um einiges größer geworden. Die Endrunde um den Verbandspokal 2012/2013 und gewünschte 1. DFB-Pokalrunde findet ohne die Wormaten statt!

    Konzentration auf Klassenerhalt

    Das einzig Gute daran ist, dass jetzt alle Augen und Beine auf den Klassenerhalt zu richten sind, der aktuell in weite Ferne rückt. Gerd Obenauer, Wormatias Verantwortlicher für die Öffentlichkeitsarbeit, musste nach dem Schlusspfiff der 120 Minuten enttäuscht feststellen, dass er so  gut wie nichts Positives zu vermelden hatte. Die Wormaten waren optisch überlegen, versuchten auch Druck aufzubauen, ohne jedoch das Alemannen-Tor ernsthaft in Gefahr bringen zu können. Anders die Gastgeber, die aus einer starken Abwehr heraus zu schnellen Konterangriffen ansetzten, weshalb sich der sehr gute Lucas Menz im Wormatia-Tor bereits in der Anfangsphase zweimal gewaltig strecken musste. Bis zur 54. Minute konnte er einen Rückstand vermeiden,  war aber machtlos als der Alemanne Grau einen unnötigen Ballverlust von Carsten Sträßer ausnutzte und für seinen Mitspieler Mulaj auflegte. Der spielte Marco Steil aus und der Rest war Formsache. Die Reaktion auf Wormatiaseite blieb indes aus. Lediglich Marco Steil mochte sich nicht mit der Niederlage abfinden. Längst in den Angriff gewechselt, konnte er in der 82. Minute, nach einer scharfen Hereingabe von rechts, mit vollem Risiko das runde Spielgerät im Alemannen-Tor versenken. Die Wende? Nein! Auch nicht in der Verlängerung, wo es auf Wormatiaseite weiter nicht gelang, konstruktiv auf den Torerfolg hinzuarbeiten. Waldalgesheim dagegen blieb mit schnellem Kontern weiter gefährlich und in der 105. Spielminute traf der Pokalschreck zum 2:1-Siegtreffer. Axel Neumann hatte sich im Mittelfeld den Ball erobert. Sein Zuspiel zu Niklas Schneider brachte diesen in freie Schussposition. Lucas Menz wurde umkurvt und das war es dann. In der restlichen Spielzeit waren die Gastgeber einem dritten Tor weitaus näher, als der Regionalligist aus Worms dem Ausgleich.

    Raus aus dem Wellental

    „Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht. Unsere Spieerlöffnung nach vorne war unkonzentriert, der Mut zum absoluten Risiko hat gefehlt. Wir müssen weiter sehr akribisch und hart daran arbeiten, um die Spieler aus ihrem vor allen Dingen mentalen Wellental herauszubringen“, so Hans-Jürgen Boysen. Hierbei sieht Marcel Geppert nicht nur die Neuzugänge in der Bringschuld, da sind auch die schon länger beim VfR Wormatia spielenden Akteure wie Sandro Rösner, Eugen Gopko, Marcel Abele, Alper Akcam, Benjamin Himmel und Tim Bauer nicht ausgenommen, die in Waldalgesheim  nicht gerade besonders selbstbewusst agierten.

    Wie geht es weiter?

    Heute müssen die Wormaten um 14 Uhr beim Tabellenletzten SSV Ulm antreten, der vier Punkte weniger als die Wormaten vorweisen kann. Dem Wormatia-Coach fehlen hierbei die gesperrten Defensivspieler  Carsten Sträßer, Marco Steil und Marcel Abele. Dazu wahrscheinlich die verletzten Rainer Adolf, Eugen Gopko, Lucas Oppermann. Raschid El-Hammouchi und Erdal Celik. Klar, dass Hans-Jürgen Boysen schon einmal Routinier Marco Stark angefordert hat. Die Nominierung weiterer U23-Spieler ist nicht ausgeschlossen.
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