Im Rahmen eines Kontrolltages fielen zahlreiche Autofahrer durch nicht angelegte Gurte und das Telefonieren mit Smartphones auf
Polizei nahm Handy-Nutzer ins Visier
Im Bereich der B47 führte die Polizei am Dienstag eine großen Kontrolltag durch. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Die Anzahl der Verkehrsunfälle im Bereich der Polizeiinspektion Worms sind im vergangenen Jahr um rund sieben Prozent gestiegen. Als einen ganz zentralen Grund für das Anwachsen nannte Polizeihauptkommissar Michael Lerch den Umstand, dass viele Fahrzeuglenker durch das Telefonieren mit Handys abgelenkt seien. Um die Verkehrsteilnehmer zu sensibilisieren und den Kontrollldruck zu erhöhen, nahm die Polizei am Dienstag gleichzeitig in den Städten Alzey, Kirchheimbolanden und Worms Überprüfungen vor.
Im Bereich Worms begann die Aktion am Vormittag auf dem Autobahnzubringer B47 fast auf Höhe der Kolpingstraße. Innerhalb von nur einer Stunde „erwischten“ die Beamten sechs Fahrer, die mit dem Handy telefonierten, und vier Personen, die den Gurt nicht angelegt hatten. Dazu kam ein Fahrer ohne Führerschein und ein Wagen, für den keine ordnungsgemäße Betriebsgenehmigung vorlag.
Zu viel Ablenkung
Polizeikommissarin Anna Müller sagte gegenüber dem NK zum Zweck der Kontrollen: „Wir möchten den Fahrern nicht zuletzt durch die Presseberichterstattung einen Denkanstoss geben, ob man sich am Steuer wirklich so ablenken lassen sollte. Manch einer raucht während der Fahrt, trinkt dazu einen „Coffee to go“ und telefoniert womöglich noch mit seinem Handy. Da ist die die Konzentration auf den Straßenverkehr nicht mehr gegeben.
Polizeihauptkommissar Michael Lerch sagte hierzu ergänzend, dass das Unfallrisiko um das Sechsfach steigen, wenn der Fahrer telefoniere, tippe er gar eine Nachricht in sein Smartphone, steige das Risiko um 23-fache.
Zwischen 100 und 200 Euro
Wer mit dem Handy am Ohr erwischt wird, muss mit 100 Euro Strafe und einem Punkt in Flensburg rechnen. Kommt es beim Telefonieren zu einer Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer, sind es 150 Euro. Ist das Gespräch mit dem Mobiltelefon gar der Grund für einen Unfall, werden gar 200 Euro fällig. Michael Lerch erläuterte, dass die Benutzung des eingebauten „Navis“ und das Telefoniren mit einer Freissprechanlage erlaubt sei.
Die Nutzung des Handys ist übrigens auch beim Radfahren verboten. Radler die hier ertappt werden, müssen 55 Euro berappen.
Auch in Zukunft wird die Polizei ein besonders wachsames Auge auf Verkehrsteilnehmer haben, die werden der Fahrt mit dem Handy telefonieren.