„Der III. Weg”-Demo in Wormser Innenstadt verlief ohne besondere Vorkommnisse
Polizei war immer Herr der Lage
Am Berliner Ring wurde es beim Zusammentreffen zwischen Demonstranten und Gegendemonstranten kurz hektisch. Die Einsatzkräfte waren jedoch stets im Bilde. Foto: Steffen Heumann
VON STEFFEN HEUMANN Zu einem so genanten Trauermarsch hat die als rechtsextrem bekannte Partei „Der III. Weg” am Samstagnachmittag in der Wormser Innenstadt aufgerufen. Erwartet werden laut Polizeiangaben etwa 60-80 Demonstrationsteilnehmer. Letztlich folgten dem braunen Tross etwa 120 Personen. Seitens der Ordnungsbehörde gab es aus rechtlicher Sicht keine Handhabe, die Demo zu verbieten. Linke Gruppierungen und Antifaschisten hatten sich zu einer Gegen-Demo angekündigt, weshalb die Polizei mit einem großen Aufgebot an Einsatzkräften vor Ort war, um eine mögliche Eskalation zu verhindern.
Auch in Alzey verlief der Tag friedlich, wo laut Polizei die gleichen Demonstrationsteilnehmer zuvor durch die Volkerstadt marschiert waren. Nach der Ankunft am Bahnhof verlief die Route über die Siegfriedstraße, Berliner Ring, über die Wallstraße, Ludwigstraße, Paulusstraße in Richtung Marktplatz, wo die erste Kundgebung abgehalten wurde. Am Berliner Ring kann es zu ersten verbalen Provokation von Gegendemonstranten, die auch mit der Polizei kurz auf Konfrontationskurs ging.
In das Läuten der Kirchenglocken mischten sich auf dem Marktplatz rechte Propaganda und „Nazis raus”-Rufe, ehe sich der Demonstrationszug über die Stephansgasse, Luther- und Adenauerring bis zum 18er-Denkmal fortsetzte. Dort fand die Abschlusskundgebung der Rechten mit der Erinnerung an die verheerenden Bombenangriffe von 1945, begleitet von Pfiffen und Rufen der Gegendemonstranten, statt. Kurz nach 18.30 Uhr war der Spuk dann zu Ende.