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  • Sa., 25. Februar 2023, 09:27 Uhr
    WORMS: Geplantes Hallenlehrschwimmbecken kann von Schulen genutzt werden

    Poseidon kann mit Stadt rechnen

    Der Wormser Traditionsverein 1. SC Poseidon im Wormser Westen wird eine Schwimmhalle mit Lehrschwimmbecken errichten, welche auch für Schulen in städtischer Trägerschaft vormittags offenstehen wird. Foto: Florian Helfert


    Von Florian Helfert › Mit Zuschüssen von Stadt und Land möchte der 1. Schwimmclub Poseidon ein Hallenlehrschwimmbecken errichten. Für die Arbeit und den Mut des eingetragenen Vereins, in der heutigen Zeit ein solches finanzielles Risiko einzugehen, dankte Dirk Beyer (SPD) als Berichterstatter im Wormser Stadtrat allen Vereinsmitgliedern.

    „Auch dafür“, griff Dr. Klaus Karlin (CDU) das vorangegangene Votum zum Haushalt auf, „brauchen wir einen genehmigten und beschlossenen Haushalt“. Ihm sei ein Stein vom Herzen gefallen, dass der Schwimmverein das Projekt auf den Weg gebracht habe. Ohne etwa das Kerschensteiner Bad beim Namen zu nennen, kritisierte seine Parteikollegin Jeanine Emans-Heischling die Schließung diverser Lehrschwimmbecken in der Vergangenheit. „Vereine“, so die Christdemokratin, „können es nicht leisten, allen Kindern das Schwimmen beizubringen“. Dies sei eine hoheitliche Aufgabe.

    Mathias Englert, Fraktionsvorsitzender von Worms, will weiter, appellierte, den Bau der Schwimmhalle mit Spenden an den Verein zu unterstützen. Für die AfD verwies Ludger Sauerborn auf einen hohen Nachholbedarf beim Schwimmenlernen in Anbetracht von Pandemie und der Flüchtlingen.

    Viele Kommunen ohne Hallenbäder

    „In vielen Kommunen gibt es gar keine Hallenbäder und Kinder müssen in der Freibadsaison Schwimmen lernen“, bat Stadtentwicklungsdezernent Timo Horst zu beachten. Ebenso, wie dass die Stadt bei ihrem Gebäudebestand auf Kosten achten müsse. „Das Projekt an der Carl-Villinger-Straße ist ein Beispiel für Subsidiarität“, befand Horst. Nach dem Subsidiaritätsprinzip soll, wie es die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) erklärt, eine (staatliche) Aufgabe soweit wie möglich von der unteren Ebene beziehungsweise kleineren Einheit wahrgenommen werden.

    „Jedes Kind soll die Chance haben“, so Horst weiter, „privat, im Verein oder in der Schule Schwimmen lernen zu können“. Mit dem einstimmigen Votum für eine fünfjährige Nutzung des Lehrschwimmbecken durch Schulen in den Morgenstunden bis zur Mittagszeit kann die Stadt Worms hierfür künftig ein Nutzungsentgelt an den Verein zahlen und so zur weiteren Refinanzierung der Baumaßnahme beitragen.

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