Verdi demonstriert bei Warnstreik vor dem Rathaus Entschlossenheit bei Tarifverhandlungen
„Positionen liegen weit auseinander”
Warnstreik vor dem Rathaus. Foto: Steffen Heumann
VON STEFFEN HEUMANN Wenig überraschend seien die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten bei Bund und Kommunen bisher verlaufen, so Wolfgang Mayer von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, die am Donnerstag zu einem maximal zweistündigen Warnstreik aufgerufen hatte. Nicht zuletzt die hohe Leistungsbereitschaft der Beschäftigten im öffentlichen Dienst sei Grund für die Forderung zur Teilhabe an der konjunkturellen Entwicklung.
Durch hohe Steuereinnahmen seien die notwenigen Spielräume vorhanden, weshalb Verdi für eine Durchsetzung seiner Forderungen, 6 Prozent mehr Gehalt, 100 Euro mehr Vergütung für Auszubildende und Praktikanten sowie die unbefristete Übernahme der Auszubildenden nach erfolgreichen Abschluss gewillt sei, Entschlossenheit zu zeigen und zu streiken. Diese Forderungen seien keineswegs überzogen oder unangemessen, urteilte Wolfgang Mayer. Dieser bemängelte jedoch, dass die Teilnahme am Warnstreik unter den Mitgliedern gering ausgefallen sei. Schließlich profitieren alle Beschäftigten von künftigen Entgeltsteigerungen, erklärte Mayer.