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Fr., 04. April 2014, 17:25 Uhr
Der Landesbeauftragte für Migration äußerte sich bei seinem Besuch in Worms angetan von den zahlreichen gelungenen Beispielen des Zusammenlebens
Positive Integrationsbeispiele lassen aufhorchen
Bei KuBis fand ein engagiertes Gespräch statt. Von links: Serdar Uzatmaz (Vorsitzender des Integrationsbeirates), Waldemar Herder (Beigeordneter), Miguel Vincente und Michael Krjukov (KuBiS). Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Der rheinland-pfälzische Landesbeauftragte für Migration und Integration, Miguel Vicente, besuchte am Donnerstag die Nibelungenstadt, um sich über Projekte des Zusammenwachsens von Zuwanderern und deutscher Mehrheitsgesellschaft zu informieren. Dabei wollte er genauso schauen, wo der „Schuh drückt”, wie auch gelungene Bespiele würdigen. Das Gesamtfazit von Miguel Vincente fiel allerdings überwiegend positiv darüber aus, was in Worms in Bezug auf die Integration geleistet wird. Nicht alles funktioniere reibungslos, aber vieles ist auf den Weg gebracht und verdiene Anerkennung.
KuBiS - russisch-deutsch Initiative
Die erste Station von Miguel Vincente war der Kultur-, Bildungs- und Sportverein (KuBiS), der vielen Bürgern noch unter seinem alten Namen „russisch-deutscher Kulturverein” bekannt ist. Der Landesbeauftragte ließ sich zunächst die frisch renovierten Räumlichkeiten in der Bahnhofstraße zeigen und diskutierte dann mit den Vertretern von KuBiS. Dabei drückte er seine ganz große Anerkennung aus und sah gar gute Aussicht einen Preis für die erfolgreiche Arbeit zu erhalten. Wichtig bei KuBiS sei der breite Mix von Nachhilfe, Sport, Tanz und sogar einer Filmgruppe. Was KubiS besonders fehlt ist wie häufig das Geld. Der Grund dafür sei nach Aussage der Vereinsvertreter zunächst die teure Sanierung der ehemaligen Räumlichkeiten in den früher ein Fitnessclub untergebracht war. Aber auch die Fahrten der sehr erfolgreichen Tanzformationen, etwa zur Deutschen Meisterschaft nach München oder gar internationalen Vergleichen nach Portugal würde riesige Löcher in die Kassen reißen. Hier würde sich KuBiS über Spenden und Zuschüsse freuen.
Vhs und Asylbewerber
Den Abschluss der Visite bildete jeweils ein Besuch in der Asylbewerberunterkunft für Familien und in der Volkshochschule. Die Volkshochschule stand im besonderen Fokus, weil dort zahlreiche Sprachkurse für Zuwanderer angeboten werden. Da die Sprachkompetenz die Kernkompetenz für Migranten ist, um am gesellschaftlichen Leben teilhaben und erfolgreiche im Beruf sein zu können, widmete Miguel Vincente den Erläuterungen in der vhs viel Zeit. Auf großes Interesse stießen die Deutschkurse für ausländische Pflegekräfte, durch die sich die meist ungelernten Frauen weiterqualifizieren können. Eine Chance für Zuwandere, da Pflegekräfte händeringend gesucht werden.