Globus Bobenheim-Roxheim geht in Sachen Barrierefreiheit mit gutem Beispiel voran
Positive Zwischenbilanz gezogen
Vor Ort konnten sich die Betroffenen von der Umsetzung der Zielvereinbarungen überzeugen.
Am 25. November 2014 wurde im Globus Handelshof in Bobenheim-Roxheim eine so genannte „Zielvereinbarung zum barrierefreien Handel“ unterzeichnet, in der sich der Markt dazu bereit erklärt, auf die besonderen Bedürfnisse von chronisch kranken, behinderten, aber auch älteren Menschen einzugehen und gezielt auf die Zugänglichkeit und Nutzbarkeit der Betriebsstätte hinzuwirken. Hinter den Zielvereinbarungen steckt die Idee, dass Wirtschaftsunternehmen mit Menschen mit Behinderungen als Expertinnen und Experten in eigenen Angelegenheiten ins Gespräch kommen, um Informationen aus erster Hand zu erhalten und somit Ihren Betrieb zunehmend barrierefrei zu gestalten. Ein Nebeneffekt dürfte hierbei auch der Zugewinn des Kundenkreises sein, da von Barrierefreiheit schließlich alle profitieren. Maßnahmen umgesetzt
Nach knapp acht Monaten konnte manntest beim Evaluierungsgespräch zum aktuellen Stand der Zielvereinbarung jetzt bereits eine positive Bilanz gezogen werden. „Neben dem barrierefreien Zugang zum Südring und dem neu angelegten Fahrradabstellplatz im Außenbereich hat Globus neue Einkaufswagen für Rollstuhlnutzerinnen und –nutzer angeschafft, die Gänge zu den Regalen verbreitert und die Toiletten besser zugänglich umgebaut“, erklärte Arno Weber, Behindertenbeauftragter des Landkreises Rhein-Pfalz. Insgesamt sei die Leitung sehr engagiert, den Bedarfen seiner Kundschaft gerecht zu werden. „Barrierefreiheit gehört hier einfach zum Firmenkonzept und wird auch so gelebt“, erklärte Weber.
„Wir hoffen, dass auch weitere Einzelhändler und Handelsgruppen dem positiven Beispiel von Globus Bobenheim-Roxheim folgen werden“, kommentiert Stephan Heym, Geschäftsführer der LAG Selbsthilfe Behinderter Rheinland-Pfalz, die die Verhandlungen koordiniert hat. „Globus macht deutlich, dass Barrierefreiheit ein Mehrgewinn für uns alle ist. Die Herstellung von Barrierefreiheit ist stets eine win-win-Situation – für das Unternehmen und die Kundschaft – und lässt die gleichberechtigte Teilhabe, aber vor allem das selbstbestimmte Einkaufen von Menschen mit Behinderungen Realität werden.“
Unterstützung durch die Politik
Unterstützt wird die Zielvereinbarung von Clemens Körner, Landrat, Martin Haller, erster Kreisbeigeordneter, und Michael Müller, Bürgermeister von Bobenheim-Roxheim. Letzt genannter erklärte abschließend in seinem Statement: „Die Baumaßnahmen der Zuwegung zum Markt wurden durch einen mittelgroßen, vierstelligen Betrag von der Gemeinde bezuschusst und innerhalb einer Woche fertig gestellt. In enger Absprache mit Globus konnten wir so zu einer Verbesserung der Situation im Außenbereich beitragen.“