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Mi., 09. Dezember 2015, 12:26 Uhr
Die „Jungen Eulen ”der TSG Friesenheim II machten es den HSG-Handballern beim 33: 30-Sieg nicht leicht / Dennis Markert mit 13 Toren überragend
Premiere nach hartem Widerstand in der BIZ-Süd-Halle geglückt
Denis Markert zeigte beim 33:30-Sieg gegen die TSG Friesenheim II einmal mehr seine ganze Klasse. Mit 13 Toren, darunter vier verwandelte Siebenmeter, trug er nicht gerade wenig zum Sieg der HSG Worms bei. Foto: Felix Diehl
Mit dem zweiten Oberligasieg in Serie feierten die Handballer der HSG Worms nach ihrem Umzug aus der gewohnten Nikolaus-Doerr-Halle, bedingt durch Unterbringung von Asylsuchenden, in der BIZ-Süd-Halle eine gelungene Premiere, auch wenn die Mannschaft nicht an ihre Glanzleistung beim 32:30-Sieg eine Woche zuvor beim Tabellenführer in Budenheim anknüpfen konnte. Gegen die von ihrem Trainer Frank Herbert gut eingestellten „Jungen Eulen“ war es eine schwere Aufgabe, bis der Sieg in trockenen Tüchern war. HSG-Trainer Gerd Zimmermann sah sein Team vom Anpfiff weg voll bei der Sache, das sich auch von zwischenzeitlichen Rückschlägen nicht aus dem Konzept bringen ließ. Letztlich ging der Sieg über die gesamte Spieldauer hinweg gesehen, auch in Ordnung, wenn auch nicht zu übersehen war, dass man auf HSG-Seite einmal mehr zu viele Chancen liegen ließ oder Bälle leichtfertig verspielte. Zudem gab es vor der Pause nicht zu übersehende Probleme mit den Friesenheimer Außenangreifern, sowie bis zuletzt mit den wuchtigen, die Eins-zu-Eins-Situation suchenden Rückraumspielern.
So hatte die Zimmermann-Sieben ein hartes Stück Arbeit hinter sich, ehe der umjubelte Schlusspfiff von den gut besuchten Rängen der BIZ-Süd-Halle ertönte. Nachdem es 3:56 Minuten bis zum ersten Tor von Denis Markert dauerte, wurde es sehr lebhaft auf dem Parkett und bis zum 8:8 (14:20) konnte sich keine Mannschaft absetzen, ehe die Gäste mit 8:11 sogar in Führung gingen. Jako Balaz, Florin Reichelt und Dennis Markert konnten zum 11:11 ausgleichen. Spannend ging es bis zum 16:16 bei wechselnder Führung weiter, bis Christian Kulaszewicz für die 17:16-Pausenführung der HSG sorgen konnten. Dies, obwohl für die HSG erschwerend innerhalb von nur Minuten die komplette rechte Angriffsseite mit Balaz und Eusterholz verletzt auf der Bank saß, sodass sich Kapitän Markus Metzdorf und Abwehrchef Jochen Schloß plötzlich auf ungewohnten Positionen wieder fanden.
Mit Beginn der zweiten Halbzeit kehren die beiden Verletzen zurück und die ganz großen Minuten von Florian Reichelt begannen, der mit drei sehenswerten Toren auf 20:17 (32:40) den Vorsprung ausbauen konnte. Diese Drei- und später gar Vier-Tore-Führung hatte bis zum27:23 auch Bestand. Friesenheim scheiterte im Torabschluss ein ums andere Mal freistehend an glänzend aufgelegten HSG-Schlussmann Thomas Elgert. „Er war heute wirklich ein überragender Rückhalt für unsere Mannschaft“, so das Lob von HSG-Coach Zimmermann. Danach aber wieder das unverständliche Flattern mit Ballverlusten der HSG-Spieler vor dem gegnerischen Tor und Friesenheim kam nochmal auf 29:28 heran. Der zu befürchtete Ausgleich blieb dank Thomas Elgert im Tor und dem überaus treffsicheren Denis Markert im Angriff aus. Am Ende versuchte TSG-Coach Frank Herbert zwar durch die Hereinnahme eines siebten Feldspielers für Verwirrung im Wormser Deckungsverbund zu sorgen, aber die Gastgeber waren letztendlich doch cleverer und ließen sich den machbaren Sieg vor Augen mit vier weiteren Toren zum 33:30-Endstand nicht mehr nehmen, zumal der kurz eingewechselte Neuzugang Hagen Gutland im Tor hierbei einen Siebenmeter abwehren konnte. Er wurde zum 1. Dezember für den nicht mehr zum Kader gehörenden Paul Stumpf als dritter Torhüter verpflichtet und war, da vereinslos, gleich spielberechtigt. Gutland spielte früher in der HSG-Jugend und danach in Hochdorf und Haßloch.
„Heute haben Nuancen das Spiel entschieden, aber das ist ja bereits im gesamten Saisonverlauf meist der Fall gewesen“, erklärte ein etwas gestresster und ob des wichtigen Sieges für den angestrebten Klassenerhalt glücklicher HSG-Trainer Gerd Zimmermann. Seine Schützlinge gaben nie auf, wenn es nicht so recht laufen wollte. Bestnoten verdienten sich Torhüter Thomas Elgert, Denis Markert und Florian Reichelt.
Es spielten: Thomas Elgert, Marco Palzer, Hagen Gutland (Tor), Dennis Markert (13/4) Jochen Schloß (2), Kuba Balaz (5), Florian Reichelt (7), Fabian Markert (3), Christian Kulaszewicz (2), Alexander Eusterholz (1).
Zum 1. Dezember als neuer dritter Torhüter verpflichtet, hatte Hagen Gutland bei einem Kurzeinsatz gleich ein echtes Erfolgserlebnis, als er beim Stande von 33:29 einen Siebenmeter von Friesenheim abwehren konnte. Foto: Felix Diehl