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  • Do., 08. Juni 2017, 11:26 Uhr
    Mit einer speziellen Blutdruckmessung kann man heute bis 14 Uhr evtl. Vorhofflimmern festsellen lassen / Häufige Ursache von Schlaganfällen

    Prophylaxe ist wichtig!

    Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek, Henriette Rolink, Leiterin des Gesundheitsmanagements der Stadt Worms, WoGe-Geschäftsführerin Birgit Sattler und die beiden WoGe-Mitarbeiterinnen Stine Münk und Denis Brandt (von links). Foto: Robert Lehr


    Hans-Joachim Kosubek war der erste, der sich am Donnerstagmorgen im Adenauerring einer speziellen Blutdruckmessung unterzog. Und der Wormser Bürgermeister war natürlich auch der erste, der mit zufriedener Miene von WoGe-Mitarbeiterin Stine Münk zu hören bekam, dass sein Blutdruck absolut in Ordnung sei. Mit einer Messung wird heute hier noch bis 14 Uhr das Risiko eines Vorhofflimmerns gecheckt.

    In einer guten Minute wird mit speziellen Geräten kostenlos der Blutdruck gemessen, wobei in dem kurzen Zeitraum drei Messintervalle ein deutlich genaueres Ergebnis liefern als die herkömmliche Messung. Werden riskante Werte ermittelt, so bekommt man die Empfehlung zur weiteren Abklärung bei Haus- oder Fachärzten. Selbstverständlich werden die erhobenen Daten vertraulich behandelt.

    Hans-Joachim Kosubek war sich aber ohnehin sicher, dass bei ihm alles „grünen Bereich“ sei. Auch als Radsportler sei er in engmaschiger ärztlicher Überwachung, wobei sein Ausdauersport – dreimal wöchentlich eine Tour von ca. 70 km – ohnehin für einen guten Blutdruck sorge.

    Ernste Folgen drohen bei Nicht-Behandlung!
    Das Vorhofflimmern gilt als eine der häufigsten Herzrhythmusstörungen. Dabei schlägt das Herz unregelmäßig zu schnell oder zu langsam. Ohne eine entsprechende Therapie drohten ernste Folgen, klärte Birgit Sattler auf. Die Geschäftsführerin des Wormser Gesundheitsnetzes WoGe, warnte z.B. vor dem Schlaganfall als häufiger Folge. Denn durchschnittlich wiesen Patienten mit Vorhofflimmern ein ca. vier- bis fünffach erhöhtes Schlaganfallrisiko auf; 15 Prozent aller Schlaganfälle seien auf Vorhofflimmern zurückzuführen. Gleichzeitig sei belegt, dass die Erkrankung bislang nur bei zwei Drittel der Betroffenen entdeckt würde.

    Umso wichtiger sei daher dieser „Risiko-Check“, der am kommenden Dienstag, dem 13. Juni, von 9 bis 14 Uhr, im Rathaus wiederholt werde.

    Zuvor noch hatte Hans-Joachim Kosubek betont, wie wichtig – und in diesem Falle auch wie einfach – die Prophylaxe sei. Daher wäre es für ihn als zuständigen Dezernenten auch keine Frage gewesen, sich an den Aktionstagen zu beteiligen. Schließlich verfüge ja auch die Stadt mit Henriette Rolink über eine Gesundheitsmanagerin. Diese ergänzte, dass schon „Regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung und Genussmittel in Maßen“, eine gesundheitsfördernde Wirkung und eine Minimierung der Risikofaktoren zur Folge hätten.

    Die Teilnahme an dem „Risiko-Check“ ist kostenfrei, es wird jedoch um eine kleine Spende zugunsten des Gesundheitsladens Worms der Caritas gebeten.

     

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