Di., 05. Juli 2016, 13:06 Uhr
Klausurtagung der Sozialdemokraten im Landkreis Alzey-Worms
Protestwählern mit Argumenten begegnen
Während der Klausurtagung in der Gau-Odernheimer Petersberghalle setzte sich die SPD Alzey-Worms mit dem Ergebnis der zurückliegenden Landtagswahl 2016 auseinander: Neben dem erfolgreichen Abschneiden der eigenen Partei lag der Fokus auf dem hohen Anteil an Protestwählern, denen die Sozialdemokraten künftig verstärkt mit Argumenten begegnen wollen.
„Es war uns wichtig, eine ausführliche und trotz unseres Wahlerfolges durchaus kritische Analyse der Landtagswahl auf die Tagesordnung zu setzen“, erklärte Unterbezirksvorsitzende Kathrin Anklam-Trapp. In Anbetracht des überdurchschnittlichen Abschneidens der AfD in einzelnen Gemeinden des Landkreises appellierte die Landtagsabgeordnete, sich mit spaltenden Parolen auch künftig argumentativ auseinanderzusetzen. „Wir dürfen rechter Hetze keine Salonfähigkeit ermöglichen – weder in Wort, noch in Schrift oder gar Schmierereien“, spielte Anklam-Trapp auf die jüngsten Vorfälle in der Gemeinde Dittelsheim-Hessloch an, wo Vandalen Häuser und Autos mit Hakenkreuzen beschmiert hatten.
Auch Bundestagsabgeordneter Marcus Held untermauerte im Hinblick auf die anstehende Bundestagswahl 2017 die unumstößliche Position seiner Partei: „Anstelle vermeintliche Protestwähler von vorneherein als rückwärtsgewandt abzustempeln oder gar an den Pranger zu stellen, müssen wir uns den Sorgen um Abstiegs- und Verteilungsängste dieser Menschen annehmen,“ so Held.