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  • So., 17. Mai 2020, 12:04 Uhr
    BÜNDNIS GEGEN NAZIAUFMÄRSCHE: Klares Signal gegen Naziaufmarsch am 6. Juni in Worms gefordert

    Provokation der Rechten entgegentreten!

    „Wir brauchen schnellstens ein klares Signal, dass die Stadt Worms alles juristisch und politisch Mögliche unternimmt,  um den von den „Rechten“ („Zukunft statt Überfremdung“) geplanten Aufmarsch am 6. Juni in unserer Stadt zu verhindern“, erklärt Heiner Boegler, Sprecher des Bündnisses gegen Naziaufmärsche Worms: „Wie den von der rheinland-pfälzischen Landesregierung erlassenen Corona-Pande­mie-Aufla­gen zu entnehmen ist, werden die Nazis ihre Kundgebung möglicherweise auch gerichtlich durchsetzen können. Deshalb erneuern wir die Aufforderung an den Wormser Oberbürgermeister Kessel, sich wie von uns bereits am 27. Februar gefordert nicht vor einer rechtlichen Auseinandersetzung zu scheuen, sondern auch auf diesem Feld der Auseinandersetzung mit der Verbreitung von rassistischem, faschistischem und antisemitischem Gedankengut klare ‚Kante‘ zu zeigen.“

    Für den Fall der Fälle Protestkundgebung auf dem Platz an der Ecke Renz-/Siegfriedstraße

    Für den hoffentlich nicht eintretenden Fall, dass die Nazis am 6. Juni die Stadt Worms heimsuchen wollen, wird das „Bündnis gegen Naziaufmärsche“ zusammen mit andern demokratischen, antifaschistischen Gruppen, Organisationen und Parteien an diesem Tag zu einer unübersehbaren und nicht zu überhörenden Protestkundgebung auf dem Platz an der Ecke Renz-/Siegfriedstraße, direkt gegenüber dem von den „Rechten“ vorgesehenen Aufmarschgelände vor dem Bahnhof, aufrufen. „Nach den Morden in Halle, Hanau und anderswo und 75 Jahre nach der Befreiung der in Konzentrationslagern, Gefängnissen und Zuchthäusern Inhaftierten ist es für uns undenkbar, dass wieder Nazis offen hetzend in unserer Stadt auftreten dürfen“, so Heiner Boegler weiter: „Wer sich als Politiker, Gewerkschafter und Arbeitgeber sowie als Vertreter der christlichen Kirchen und weiterer Religionsgemeinschaften zur Befreiung von Faschismus und Krieg am 8. Mai 1945 klar gegen ein Vergessen und Wiederholen aussprach, darf die Provokation der „Rechten“ am 6. Juni nicht bloß verbal zurückweisen, sondern muss ihr auch persönlich entgegentreten. Das sind wir den früheren und heutigen Opfern des Faschismus schuldig.“

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