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  • Mi., 20. Mai 2026, 18:43 Uhr
    OFFENER BRIEF AN DEN LANDTAG: Mehr als 65 Fachpersonen aus Worms warnen vor Folgen geplanter Kürzungen im ambulanten Bereich

    Psychische Gesundheitsversorgung sichern

    Der Adressat des offenen Briefes ist der Landtag Rheinland-Pfalz in Mainz.
    Archivfoto: Florian Helfert

    Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Psychiaterinnen und Psychiater sowie Mitarbeitende aus dem psychosozialen Bereich aus Worms – sowie u.a. aus Ost- und Westhofen, Flörsheim-Dalsheim oder auch Lampertheim – haben einen offenen Brief an den Landtag Rheinland-Pfalz gerichtet. Darin warnen sie vor den Folgen der geplanten gesundheitspolitischen Reformen des Bundes, insbesondere vor der vorgesehenen Budgetierung psychotherapeutischer Leistungen und weiteren Einsparungen im ambulanten Bereich.

    An der Belastungsgrenze

    Die Unterzeichner sehen die psychische Gesundheitsversorgung bereits jetzt an vielen Stellen an ihrer Belastungsgrenze. Lange Wartezeiten auf Therapieplätze, überlastete Praxen und zunehmende Versorgungslücken gehörten inzwischen zum Alltag.

    Patienten ohne Hilfe

    „Wer ambulante psychotherapeutische, psychiatrische und psychosoziale Versorgung weiter schwächt, verschärft bestehende Krisen und verlagert Probleme in Kliniken, Jugendhilfe und andere Bereiche. Leidtragende sind vor allem die betroffenen Patientinnen und Patienten, die nicht rechtzeitig die notwendige Hilfe erhalten. Langfristig entstehen dadurch zudem deutlich höhere gesellschaftliche und gesundheitliche Folgekosten“, erklären die Initiatorinnen des offenen Briefes. 

    Öffentliche Postkartenaktion

    Inzwischen wird der Brief von 66 Fachpersonen aus den Bereichen Psychotherapie, Medizin und psychosozialer Versorgung unterstützt.

    Parallel zum offenen Brief startet in Worms eine öffentliche Postkartenaktion. Bürgerinnen und Bürger können mit ihrer Unterschrift ihre Unterstützung für den Erhalt einer verlässlichen ambulanten und psychosozialen Versorgung ausdrücken. Die gesammelten Karten sollen gemeinsam mit dem offenen Brief an den Landtag Rheinland-Pfalz übermittelt werden.

    Die Initiatorinnen rufen Kolleginnen und Kollegen aus Therapie, Medizin, Beratung, Jugendhilfe und psychosozialer Arbeit dazu auf, den offenen Brief mitzuunterzeichnen. 

    Initiatorinnen und Ansprechpartnerinnen:

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