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  • Mo., 03. Oktober 2022, 18:04 Uhr
    Die Fans schwelgten in alten Zeiten bei Billy Idol‘s Live Gig in der Frankfurt Festhalle

    Punkig, soulig, dazu die synkopierten Grooves

    Von Rudolf Uhrig › Bill Aucoin, seines Zeichens Manager von Kiss und Produzent Keith Forsey, bezeichneten ihn als "wasserstoffgebleichten Albtraum eines Rockers, der ständig die geballte Faust reckt und in Elvis-Imitation höhnisch die Lippen kräuselt". Aber sie hatten es geschafft aus ihm – nach seiner Punkzeit – einen echten Superstar zu machen. Mit Gitarrist Steve Stevens, mehr als ein kongenialer Partner, kam der richtige Sound, wo es Steve und Billy auch zur musikalischen Untermalung im Block-Buster „Top Gun“ schafften.
    Aber es gab Zeiten, da war wohl William Michael Albert Broad nicht der „bravste…“! Nach Hochphasen mit vielen Erfolgen die zu Weltruhm führten. z.B. mit "Dancing With Myself", "White Wedding", "Rebel Yell" und "Flesh For Fantasy", kamen auch Tiefschläge, privat wie beruflich.

    Aber – alles Geschichte. Dieser Tage brachte Billy Idol, just zum Tourneestart, die EP „The Roadside“ mit vier Songs heraus. Bereits mit der ersten Zeile ist die Inspiration des Songs klar. „Screaming In Isolation“ spielt auf die Corona-Pandemie an, in der auch Billy verharrte. Jene Werke – eben ganz neu – kamen nun beim Liveauftritt mit vielen Klassikern auf die Bühne. Sehr zum Gefallen des „mit-gealterten“ Publikums.
    Jetzt ist Billy Idol endlich wieder auf Tour und holt die ausgefallenen Konzerte nach. So gastierte er am 29.9. in der Festhalle in Frankfurt, die der 66-jährige allerdings nicht ausverkaufen konnte.

    Aber man merkte ihm wie auch seiner Band die Spielfreude an. Gleich zu „Dancing With My Self“ waren alle da und umjubelten ihr Idol, (… mehr als ein Wortspiel!) Und mit dem Garderobenwechsel, der den gestählten Körpers des Briten zeigt, kam nochmals richtige Begeisterung auf. Auch dann wenn sein Co-Schreiber und berühmter Gitarrist Steve Stevens zu seinen Soli ansetzte. Mit „White Wedding“, das er damals seinem „kleinen Schwesterchen“ widmete, ging es mit wohligen Gefühlen für alle in die kalte Nacht hinaus.

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