OSTHOFEN: Gegner des Baugebietes „Lorchsmühle“ sammeln über 500 Unterschriften / Einwohnerantrag überreicht
„Quorum mehrfach übertroffen"
Matthias Bösl überreicht die ersten 500 Unterschriften an die VG Wonnegau.
Wie die Gegner des Teilgebietes „Am Mühlpfad“ des Baugebietes „Lorchsmühle" in Osthofen in einer Pressemitteilung bekannt geben, haben sie innerhalb einer Woche mehr als 500 Unterschriften für einen Einwohnerantrag sammeln können. Etwa 145 Unterschriften hätten sie benötigt. „Es ist unglaublich, wie dieses Thema die Osthofener Bürger bewegt“, so Günter Sum, einer der Initiatoren. „Praktisch im Stundentakt landet ein unterschriebenes Formular in meinem Briefkasten.“ Am vergangenem Mittwoch, dem 10. Februar, wurden die Bögen der VG Wonnegau zur Prüfung übergeben. „Der Einwohnerantrag hat in Rekordzeit die formelle Hürde genommen und der Stadtrat muss sich innerhalb von 90 Tagen mit dem Thema befassen", so die Gegner des Baugebietes.
„Unmut über verändertes Stadtbild"
Ihren ursprünglichen Plan, mit einer Demo am Lorchsmühlpfad auf das Thema aufmerksam zu machen und so die Aktion zu starten, mussten die Initiatoren wegen der Corona-Situation aufgeben. Über die sozialen Medien und Gespräche untereinander wurden die Bewohner der Weinstadt aufmerksam. „Die Menschen waren sehr überrascht, dass an dieser schönen Stelle Wohnbebauung entstehen soll“, stellt Matthias Bösl, ebenfalls Initiator, fest. „Zwar geht es den Bürgern mit ihrer Unterschrift vorrangig um die Wohnbebauung am falschen Ort, doch viele teilten in persönlichen Gesprächen auch ihren Unmut über das sich verändernde Stadtbild durch Wohnblocks an anderer Stelle in Osthofen mit.“
„Die Osthofener werden gebeten, kräftig weiter zu sammeln, denn neben dem Antrag geht es auch darum, mit einer möglichst großen Zahl an Unterschriften das Votum der Bevölkerung auch zahlenmäßig auszudrücken. Zwischenzeitlich sind mehr als 700 Unterschriften zusammengekommen", so die Gegner. Wer noch abstimmen möchte, kann sich per E-Mail an vorstand@nabu-worms.de oder bei Günter Sum unter Telefon 06242/5277 melden. Der Unterschriftsvordruck wird dann zugemailt oder in den Briefkasten gesteckt.