
Von Rudolf Uhrig › Outdoor-Aktivitäten stehen und fallen mit dem Wetter. Die erste Hitzewelle des Jahres nahm am Sonntag wohl eine kleine Auszeit. Im Prinzip schien das sogar ideal, aber der Morgen war regnerisch und schwül – und weitere Regenschauer waren angekündigt.
Trotzdem bestiegen viele Radlerinnen und Radler ihr Fahrrad und begaben sich auf den Rundkurs der Trullo-Radwanderung in der Verbandsgemeinde Monsheim, also durch Monsheim, Wachenheim, Mölsheim, am Steigerhof in Flörsheim-Dalsheim vorbei wieder nach Monsheim zurück. Wer wollte, konnte dann sogar sozusagen grenzüberschreitend radeln und ein „Zipfelchen“ von Bockenheim streifen. Denn seit 2007 kooperieren die Verbandsgemeinde Monsheim, die die Trullo-Radwanderung schon seit 1997 alljährlich durchführt, mit dem Kultur- und Verkehrsverein Bockenheim. Somit durften auch rund um die Weinberge der Edelweinbaugemeinde, dem „Tor der Pfalz“ geradelt werden.
Das Gute daran ist, man kann bei dieser Tour ein- und aussteigen, wo man möchte. Überall „Hiwwel rauf, Hiwwel runter“ und soweit das Auge blickt, Weinberge, sanfte Hügel und Himmel. Leider oft eben trüb und drohend an diesem Juni-Sonntag. Aber wiederum tröstlich, es gibt keine langen Wege bis zum nächsten Trullo. Und da kam die alte Volksweisheit zum Tragen: „Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“. Oder doch nicht? Denn was war da an Trullo Nr. 15 zu lesen: „Aufgrund der Wetterverhältnisse findet kein Essen von Laras Kantinchen statt. Der Weinstand hat auf – mit frischer Brezel“. Die Radler nahmen es gelassen. Und sie kreierten sogar in der Kreuzgewann am Nußbaum einen neuen Trinkspruch: „Komm trocken heim, aber nur von außen …!“
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