KPV WORMS: Gemeinsame Aufgaben von Stadt und den Nachbarverbandsgemeinde im Blick
Radwegeausbau zwischen Eich und Ibersheim gefordert
Die Kommunalpolitische Vereinigung Worms im Austausch mit den Umlandgemeinde.
Recht viele gemeinsame Themen und Aufgaben verbinden die Stadt Worms und die benachbarten Verbandsgemeinden im Landkreis Alzey-Worms, konnte die wiedergewählte Vorsitzende der Kommunalpolitische Vereinigung (KPV) Worms, Monika Stellmann, feststellen. Den Rahmen der ersten Mitgliederversammlung nach Corona nutzte die Vereinigung der „Kommunalen in der Union“ zu einem Austausch mit Mandatsträgern aus der KPV-Alzey-Worms. Neben Verbandsbürgermeister Maximilian Abstein waren auch Bürgermeisterin Uta Balz aus Hochborn und eine Reihe weiterer Kollegen aus dem Umland bei der Wormser KPV zu Gast.
Kindergartenplätze
Besonders beschäftigt die Kummunen der Mangel an Kindergartenplätzen. Maximilian Abstein legte dar, wie das Kita-Zukunftsgesetz in Rheinland-Pfalz bei den Kommunen ein umfangreiches Bauprogramm ausgelöst hat: „Vorgaben, wie das Mittagessen in der Kita und die Anforderungen an Ruheräume, sind für die Kinder sicherlich gut, aber abgesehen vom Zuschuss des Landes für die Erstinvestition, tragen anschließend die Kommunen die laufenden Kosten dieser Zusagen. Unsere Bauämter laufen bereit in Volllast, aber es ist kein Licht am Ende des Tunnels zu erkennen, denn mit den Ganztags-Grundschulen kommt eine ähnliche Entwicklung auf die Gemeinden zu.“ Auch die Personalgewinnung sei zunehmend schwierig, vor allem wenn kirchliche Träger ausfielen.
Besonderes Anliegen
Verbindendes fand sich im ÖPNV, Gesundheitswesen und im Hochwasserschutz. Doch ein besonderes Anliegen ist der Radwegeausbau: Die Verbindungen Monsheim-Worms, Wonnegau-Worms und Ibersheim-Hamm werden im Kreis als Wirtschaftswege instand gehalten und über die Flurbereinigung gesichert. „So konnte der Radverkehr kostengünstig ausgebaut werden, auch wenn zwischen Radfahrern und Landwirten hier ein gewisses Maß an gegenseitiger Rücksicht gefordert ist", erläuterte Abstein. Auf dem Plan stehe noch der fehlende Radweg zwischen Ibersheim und Eich. Hier möchten Kreis und Verbandgemeinde mit Mitteln aus dem europäischen Infrastruktur-Förderprogramm Eula die fehlende Radverbindung anpacken.
Ebenfalls einen breiten Austausch nahm der Klimaschutz in der Bauleitplanung ein. Eine besondere Herausforderung sei dabei eine nachhaltige und klimafreundliche Beheizung in Neubaugebieten, aber auch in Bestandsgebieten. Abstein berichtete aus Wörrstadt, wo ein „kaltes Nahwärmenetz“ für ein ganzes Baugebiet aufgebaut wird. Dies konnte Vorstandsmitglied Klaus Harthausen mit Beispielen aus Konversionsgebieten in Heidelberg ergänzen. Doch während bei Neubaugebieten die Verlegungskosten der Rohrleitungen für Nahwärme noch im Rahmen blieben, sei ein nachträglicher Einbau wegen der Tiefbauarbeiten teuer, wie es sich aktuell in Ibersheim gezeigt habe. So müssen überall ortsangepasste Lösungen für ein zukunftsfestes Heizkonzept gefunden werden. Einig waren sich alle Anwesenden, dass das Überhandnehmen von Schottergärten weder vom Ortsbild noch vom Klimaschutz zugelassen werden sollte. Hier seien die örtlichen Bauordnungsämter gefragt, auch außerhalb neuer Bebauungspläne tätig zu werden.
Ergebnis der Vorstandswahlen KPV Worms
Vorsitzende: Monika Stellmann, Stellvertreter: Christof Kühn, Schriftführer: Klaus Harthausen, Beisitzende: Jeanine Emans-Heischling, Krimhilde Reichl, Marvin Schäfer, Hans-Peter Weiler und Barbara Wirth