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  • So., 09. Februar 2020, 19:52 Uhr
    ADFC WORMS: Variante mit direkter Führung entlang der Bahntrasse gefordert

    Radwegeführung entlang der K9 kritisiert

    Der ADFC begrüßt in einer Pressemitteilung, dass  sich um Fördergelder für den Radwegebau von Pfeddersheim nach Pfiffligheim bemüht wird und der lange geforderte Radweg  in Angriff genommen werden soll. Wie in der letzten Sitzung des Stadtrates mit der Mehrheit von CDU/SPD beschlossen, soll der Radweg von Pfeddersheim nach Pfiffligheim südlich der K9 und an Pfiffligheim vorbeigeführt werden. Der ADFC Worms ist entschieden gegen diese angedachte Lösung.

    Zur Begründung wird in einem Schreiben an MdL Jens Guth,  OB Adolf Kessel und Beigeordneten Uwe Franz ausgeführt, dass der Radweg sich vor allem an Pendler von/nach Pfeddersheim in die Stadt handle, um den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren.  Untersuchungen zur Radwegenutzung würden jedoch belegen, dass Radwege, wo immer möglich, auf direktem und möglichst ebenem Weg zum Ziel führen sollten, damit die Wege möglichst große Akzeptanz erzielen. Der geplante Radweg südlich der K9 sei jedoch ein längerer Umweg vor allem für Schüler und mit einem zwar leichten, aber trotzdem gefühlten Anstieg nicht die bequemere Variante.

    Schon deshalb sei aus Sicht des ADFC die Radwegeführung an der Bahntrasse die sinnvollere und bessere Alternative. Zudem müssten beim K9 Verlauf Flächen gekauft werden. Lange Rechtsstreitigkeiten mit Eigentümern seien laut Befürchtungen des ADFC zu erwarten. Als Beispiel wird der  Radweg Eich angeführt, der 23 Jahre von Planung bis Realisierung benötigte.

    Unangenehm und gefährlich

    Der von CDU/SPD präferierte einseitige Radweg südlich der K9 führe in Dunkelheit bei Gegenverkehr auf der Straße zum Blenden der Radfahrer, was äußerst unangenehm und auch gefährlich für diese sei. Auch seien Verkehrslärm und Abgasemissionen   an einem direkt an der Landstraße verlaufenden Radweg deutlich höher, als an der Bahn-Trassen-Alternative. Die Verwaltung habe während der Stadtratssitzung gebeten, deren Ergebnis einer Prüfung und Empfehlung der Varianten abzuwarten.

    Der ADFC verstehe nun nicht, warum diese Prüfung nicht abgewartet, sondern vorab schon der gemeinsame Antrag von CDU und SPD verabschiedet wurde.







    Radwegeführung erneut bedenken

    Der ADFC empfiehlt, die Radwegeführung südlich der K9 noch einmal zu überdenken. Zu viele Gründe sprächen gegen diese Alternative und für die direkte Führung entlang der Bahntrasse und weiter als Fahrradstraße über die Landgrafenstraße in Richtung Pfrimmtal Realschule plus, BIZ und Elo sowie in die Innenstadt.

    Die Angst vor einer Fahrradstraße, die der ADFC von Seiten des Pfiffligheimer Ortsbeirats gehört habe, sei unbegründet. Jeder PKW (Anwohner, Anlieger, Besucher) könne durch die Landgrafenstraße mit 30 km/h fahren, die Radfahrer sollen dabei Vorrang haben. Die Geschwindigkeitsreduzierung reduziere zudem den Verkehrslärm und die Umweltbelastung und würde, so der ADFC, diese Straße von ihrer Wohnqualität sogar aufwerten.





     



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