Do., 11. November 2021, 11:53 Uhr
Handwerk trifft Politik: Gemeinsamer Austausch über Themen der Kreishandwerkerschaft
Rahmenbedingungen für das Handwerk optimiert
Handwerkerparkausweis, Nachwuchsförderung und Bekämpfung von Schwarzarbeit im Handwerk standen unter anderem auf der Tagesordnung der diesjährigen Gesprächsrunde „Handwerk trifft Politik“ . Wie auch in den vergangenen Jahren knüpfte Landrat Heiko Sippel mit seiner Einladung der Kreishandwerkerschaft Alzey-Worms rund um Kreishandwerksmeister Bernd Kiefer an den mittlerweile traditionsreichen Erfahrungsaustausch an. „Es ist m ir ein wichtiges Anliegen, im Gespräch und an den Themen, die die Handwerkerschaft im Landkreis und Rheinhessen bewegt, weiter dran zu bleiben“, betonte der Kreischef.
Landkreisübergreifende Vereinbarung
Besonders erfreut zeigten sich neben Kreishandwerksmeister Bernd Kiefer und Geschäftsführer Dirk Egner alle darüber, dass der Landkreis Alzey-Worms mit Wirkung vom 1. September 2021 in den Geltungsbereich des Regionalen Handwerkerparkausweises Frankfurt RheinMain aufgenommen wurde. Die landkreisübergreifende Vereinbarung über Ausnahmegenehmigung en , die Handwerksbetriebe mit Sitz in einem der beteiligten Landkreise und Städte auf Wunsch bei der zuständigen Straßenverkehrsbehörde beantragen können, soll den Dienstleistern bei der häufig angespannten Parksituation Erleichterung bringen.
Ziel ist es, dem mobilen Handwerksgewerbe, das regelmäßig Bau -, Reparatur - und Montagearbeiten außerhalb des eigenen Betriebs ausführt, kurze Wege für den händigen Transport von Werkzeug und Baumater ialien zu ermöglichen und damit die Rahmenbedingungen für das Handwerk zu optimieren. So können Handwerksbetriebe, die über einen entsprechenden Ausweis verfügen, beispielsweise im eingeschränkten Halteverbot parken oder auch zeitlich begrenzte Parkflächen ohne Beachtung der Parkhöchstdauer nutzen. „Wir freuen uns, dass wir mit der Vereinbarung eine gute Basis schaffen können, dass das Parken für unsere Betriebe flächendeckend von Alzey über Mainz bis nach Frankfurt erleichtert wird“, so Sippel .
Zuwächse an Auszubildenden
Auch das Thema Nachwuchsförderung im Handwerk ist in Zeiten vollgepackter Auftragsbücher der Handwerksbetriebe wichtiger denn je. „In Rheinhessen sind wir auf dem besten Weg und wir verzeichnen starke im Sanitär-Heizung-Klima-Bereich wie auch im Bereich Elektrotechnik“, freut sich der Präsident der Handwerkskammer Rheinhessen Hans- Jörg Friese. Dennoch gebe es auch Handwerksberufe, in denen es an Nachwuchskräften mangelt. Allen voran der Bereich Lebensmittel. Mit Pop-Up-Berufsinformationsständen und Online-Tools schafft die Handwerkskammer bereits vielfältige Plattformen, um auf das Handwerk und die vielfältigen Berufsausbildungsmöglichkeiten aufmerksam zu machen.
„Praktika sind der Schlüssel zur Tür in den Ausbildungsberuf – darauf müssen wi r weiter setzen“, betont Anja Obermann, Geschäftsführerin der Handwerkskammer. So strebt die Kreishandwerkerschaft mit Unterstützung des Landkreises für das kommende Jahr an, das Sommercamp, das bereits in Mainz Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren in den Sommerferien praktische Einblicke in das Handwerk ermöglicht, nach Alzey zu bringen.