Fr., 02.10.2026
Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Sa., 09. Dezember 2017, 08:00 Uhr
    Die städtische Wohnungsbau GmbH soll den vier- oder fünfgeschossigen Neubau 
auf dem Fischmarkt errichten / Kita-Eröffnung im Jahr 2020

    Rasche Realisierung 
der Kita-Fischmarkt als Ziel

    Auf dem Fischmarkt soll bis zum Jahr 2020 ein vier- oder fünfgeschossiges Gebäude entstehen. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Die jüngste Kita-Bedarfsplanung brachte es erneut ans Tageslicht, Worms belegt bei den kreisfreien Städten in Rheinland-Pfalz beim Angebot von Kita-Plätzen für unter dreijährige Kinder (U3) den vorletzten Platz. Allerdings hat sich die Situation schon erheblich verbessert und es wurden sukzessive neue Plätze geschaffen. Einen großen Sprung machte die Nibelungenstadt in diesem Jahr mit der Eröffnung der Kita Gibichstraße im Wormser Zentrum. Dort entstanden 49 neue U3-Plätze.
    Da auch noch andere Kitas hinsichtlich ihrer Kapazitäten nachlegen konnten, fällt die Bilanz positiver aus als noch im Sommer. So fehlen momentan keine 227 dieser begehrten U3-Plätze mehr, sondern nur noch 171. Was immer noch zu viele sind, da eine Betreuungsquote in Kitas von 37 Prozent angestrebt wird, zurzeit aber nur für rund 20 Prozent der U3-Kinder ein Platz zur Verfügung steht. Rechnet man allerdings noch die 71 Buben und Mädchen dazu, die sich in der Tagespflege befinden, kommt man immerhin auf einen Betreuungsschlüssel von 26 Prozent. Und die Verwaltung arbeitet mit Hochdruck daran, die Versäumnisse der Vergangenheit möglichst rasch auszugleichen und die 37 Prozent zu realisieren. Ein besonderer Bedarf existiert im Bereich Worms Zentrum. Aus diesem Grund wird eine möglichst rasche Realisierung einer Kita auf dem Fischmarkt angestrebt.
    Auf der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Mittwoch stand das Thema Kita-Fischmarkt erneut auf der Tagesordnung. Ziel war es dabei, das Vorhaben so schnell wie möglich zu realisieren. Absicht ist es, dass die Kindertagesstätte möglichst noch im Jahr 2020 ihre Pforten öffnet. Gleichzeitig möchte die Stadtspitze aber auch, dass auf dem Fischmarkt nicht nur eine Kita, sondern auf dem „Hochwertgelände“ ein vier- oder fünfgeschossiges Gebäude entsteht, in dem in den oberen Stockwerken noch Büros und/oder Wohnungen verwirklicht werden sollen.

    Inhouse-Vergabe

    Der Knackpunkt ist also, wie kann ein so großes Gebäude schnell und qualitativ hochwertig geplant und gebaut werden.
    Ein Hemmschuh ist dabei meist das sehr aufwendige Ausschreibungsverfahren, denn ab einer Bausumme von über 5,2 Millionen Euro muss bei einem öffentlichen Vorhaben europaweit ausgeschrieben werden. Damit soll Korruption und Vetternwirtschaft vermieden werden. Denn nach dieser Ausschreibung muss an den wirtschaftlichsten Anbieter vergeben werden. Wobei der wirtschaftlichste, nicht automatisch der billigste Anbieter genommen werden muss. Hier ist das beste Preis-Leistungs-Verhältnis die entscheidende Größe.
    Da das Gebäude am Fischmarkt mit einem prognostizierten Volumen von 18,5 Millionen Euro weit über der Grenze liegt, müsste normal europaweit ausgeschrieben werden, doch dies würde eben dauern.
    Der Haupt- und Finanzausschuss hat daher am Mittwoch einstimmig beschlossen, das Grundstück, also den Fischmarkt, an die städtische Wohnungsbau GmbH zu verkaufen. Das Verfahren nennt man auch Inhouse-Vergabe. Der Eigentümer wäre somit die Wohnungsbau GmbH, die das Gebäude dann planen und verwirklichen würde. Auch nach Fertigstellung bliebe das Gebäude im Besitz der Wohnungsbau GmbH und die Stadt würde die Räume für die Kita anmieten. Die Wohnungsbau realisierte bereits die Kita Gibichstraße und jene im Liebenauerfeld in der Nähe des Fischmarktes.
    Als weiterer Aspekt, der für den Verkauf an die Wohnungsbau GmbH spricht, ist ein Bauvolumen von 18,5 Millionen Euro für das Gebäude am Fischmarkt. Eine Summe, die die Stadt überfordern würde.

    Mehrere Stockwerke

    Der Stadtverwaltung schwebt für den Fischmarkt ein vier- bis fünfgeschossiges Gebäude vor, bei dem das Erdgeschoss und eventuell das erste Obergeschoss für eine 7-gruppige Kita für über 100 Kinder genutzt wird. Die übrigen Stockwerke könnten für Büros genutzt werden. Der favosisierte Vorschlag ist aber, dort Wohnungen, auch mit Sozialbindung, zu realisieren.
    Eines steht aber fest, für die Anwohner werden ab dem Baubeginn zahlreiche Parkplätze wegfallen.

     

    Beitrag aus der Rubrik

    » Worms und Ortsteile
    Anzeige Reifen Mast KN10123Anzeige Platten NOLLAnzeige Online StellenmarktAnzeige VHS
    Anzeige AmtsblattAnzeige TicketshopAnzeige das Wormser
    Anzeige Cecil Cycle KN18256Anzeige Tip SüdhessenAnzeige 3 Füller 1