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  • Di., 30. Januar 2018, 22:25 Uhr
    Die Mannheimer Eishackler mussten sich in einem absoluten Top-Spiel mit 1: 3 Toren den Roten Bullen aus München geschlagen geben

    Red Bull gewinnt Top-Spiel in Mannheim

    Red Bull München und die Adler lieferten sich ein Match auf Augenhöhe. Hier Adler-Kapitän Marcus Kink (links) und Münchens Verteidiger Florian Kettemer. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Es war ein absolutes Top-Match, das sich die Mannheimer Adler und Red Bull München am Dienstagabend in der SAP-Arena lieferten. Beide Teams agierten auf Augenhöhe und waren fast gleich stark. Aber eben nur fast, denn die Roten Bullen waren genau diese Nuance cleverer und kaltschnäuziger, die zum 3:1 (1:1/0:0/2:0) Sieg reichte.

    Den Adlern ist kein Vorwurf zu machen, sie haben auf hohem Niveau gekämpft und gerackert, aber Red Bull war in den richtigen Momenten da und schoss die Tore, während Mannheim seine Chancen ungenutzt liegen ließ. Und exakt diese Kaltschnäuzigkeit machte den Unterschied zwischen den Bayern und den Badener. Zudem besaß München mit Dominik Kahun und Brooks Macek zwei überragende Torjäger, die genau dann eiskalt trafen, als es notwendig war. Mannheims „Big Boys“ verwandelte ihre großen Gelegenheiten hingegen nicht. Somit steht München zurecht auf Tabellenplatz 1, während Mannheim weiterhin auf Rang 10 festhängt.

    Zu erwähnen noch, dass heute Christoph Ullmann und Daniel Sparre auf der Tribüne saßen und dafür Brent Raedeke sowie Ryan MacMurchy für die Adler spielten. Außerdem kam heute Nachwuchsverteidiger John Rogl im Mannheimer Team zum Einsatz, da Mathieu Carle verletzt war. John Rogl machte sein Sache gut.

    Chronologie

    1. Drittel

    Die Münchner mit einem starken Beginn. Bereits nach 47 Sekunden erzielte Dominik Kahun das 1:0 für die Roten Bullen. Auch in der Folge die Cracks aus der bayerischen Landeshauptstadt tonangebend. Die Adler brachten sich zudem selbst aus dem Konzept, da erst Devin Setoguchi (4.Min) und dann Mark Stuart (6. Min) Strafzeiten kassierten. Aber kaum war Mannheim wieder komplett, markierte Andrew Desjardins in der 9. Minute den 1:1 Ausgleich. Ab diesem Treffer war es eine ausgeglichene Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Bis zum Pausenpfiff blieb es aber beim 1:1 unentschieden. Fazit: Zunächst war München das bessere Team, dann aber konnte Mannheim ausgleichen. Der Spielstand gerecht.

    2. Drittel

    Die Adler kamen mit mehr Schwung aus der Kabine. Matthias Plachta und Thomas Larkin mit zwei ganz dicken Chancen, aber es blieb beim 1:1 unentschieden. Nach etwa fünf Minuten konnte sich auch München wieder besser in Szene setzen. Das Match auf absolut hohem Niveau mit Chancen auf beiden Seiten. Adler-Stürmer David Wolf verpasste mit einem Rückhandschuss in der 29. Minute ebenso wie in der gleichen Minute auf der Gegenseite Dominik Kahun vor dem Mannheimer Tor. Ab der 31. Minute Mannheim in Überzahl. Die Blau-Weiß-Roten spielten dies toll, blieben aber ohne Torerfolg. Insgesamt die Badener das stärke Team im zweiten Drittel. Fazit: Ein Match auf hohem Niveau, allerdings fehlte das Salz in der Suppe, die Tore. Der Grund dafür war, dass beides starke Mannschaften waren, die sich gegenseitig neutralisierten.

    3. Drittel

    Das letzte Drittel weiter auf einem Top-Level. Die Zeit verflog bei dem rasanten und schnellen Spiel geradezu. Unterbrechungen waren selten. Ein Tor war auf beiden Seiten jederzeit möglich. Und dann war es in der 46. Minute der Münchner Torjäger Brooks Macek, der zur 2:1 Führung für Red Bull traf. Adler-Torwart Dennis Endras machte hier keine glückliche Figur, denn er lenkte den Schuss von Brooks Macek mit dem Schläger ins eigene Tor. In der 50. Minute hatte Matthias Plachta den Ausgleich auf dem Schläger, aber Münchens Torsteher Dany aus dem Birken hielt glänzend. Ab der 52. Minute die Adler in Überzahl, aber die Roten Bullen standen gut in Defensive, sodass kein Tor gelang. Dann noch sechs Minuten zu spielen und Mannheim legte noch ein Schippe drauf. Doch mitten in die Mannheimer Drangphase hinein verwandelte Dominik Kahun in der 56. Minute zur 3:1 Führung. Damit war die Entscheidung gefallen. Mannheim zwar bemüht, aber Red Bull souverän in der Hintermannschaft. Fazit: Zwei nahezu gleich starke Teams, doch München einen Schuss cleverer und kaltschnäuziger.

    Aufstellungen

    Mannheim: Endras (Pickard) - Johnson, N. Goc, Stuart, Larkin, Akdag, Colaiacovo, Rogl - Plachta, Wolf, Desjardins, Hungerecker, Festerling, Setoguchi, M. Goc, Adam, Kolarik, Raedeke, MacMurchy, Kink

    München: Aus den Birken (Leggio) - Aulie, Boyle, Seidenberg, Abeltshauser, Button, Joslin, Kettemer - Flaake, Kastner, Matsumoto, Aucoin, Pinizotto, Macek, Hager, Wolf, Christensen, Kahun, Mauer, Jaffray

    Zuschauer: 9.800

    Torschüsse: Mannheim 29 - München 28

    Strafen: Mannheim 10 Min - München 10 Min

    Tore: 0:1 (00:47) Kahun (Aulie/Jaffray) - EQ; 1:1 (08:02) Desjardins (Stuart/Kolarik) EQ; 1:2 (45:02) Macek (Aucoin/Joslin) -EQ; 1:3 (55:18) Kahun (Mauer/Button) - EQ
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