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  • Do., 29. August 2013, 19:02 Uhr
    An der neu gegründeten Energiegenossenschaft Worms-Wonnegau können sich Bürger ab 500 Euro beteiligen und so den Ausbau des Ökostroms fördern

    Regenerative Energie: Mitmachmöglichkeit für jedermann

    Die beiden Vorstandsvorsitzenden der Energiegenossenschaft Worms-Wonnegau präsentierten am Dienstag die Fakten und Ziele zum Geschäftsbetrieb. Von links: Bernd Hühn und Helmut Antz. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Am 24. August erfolgte die Gründungsversammlung der Energiegenossenschaft Worms-Wonnegau. Maßgeblich initiiert wurde das Projekt von der Volksbank Alzey-Worms und der EWR AG. Das Hauptziel der Genossenschaft ist es, den Ausbau der erneuerbaren Energien in der Region zu fördern und damit aktiv für den Klimaschutz einzutreten. Das Modell einer Genossenschaft wurde gewählt, weil die Initiatoren es so auch dem ”Kleinen Mann” mit bescheidenen finanziellen Mitteln ermöglichen wollen, sich an der Energiewende zu beteiligen und dabei eine Rendite zu erzielen.

    Maximal 10 Anteile für 500 Euro

    Im Rahmen einer Pressekonferenz erläuterten die beiden Vorstandsvorsitzenden der Energiegenossenschaft, Helmut Antz (Vorstand EWR) und Bernd Hühn (Vorstand Volksbank), am Dienstagnachmittag die Details zu Gründung und weiterem Vorgehen.
    Zu den Gründungsmitgliedern der Energiegenossenschaft gehören die EWR AG, die Wormser Fachhochschule, die Elektro- und Informationsinnung Rheinhessen, die Sparkasse, die Volksbank, die Stadt Worms, die VG Eich, die VG Guntersblum, die VG Monsheim und die VG Westhofen. Beitreten kann jede Privatperson sowie Organisationen und Institutionen, wobei jeder Anteil 500 Euro kostet. Maximal kann ein Mitglied zehn Anteile erwerben. Damit soll erreicht werden, dass sich keine großen Institutionen „einkauft” und Löwenanteile sichert, sondern möglichst viele Menschen aus der Region mitmachen. Gemäß diesem Gedanken, so Bernd Hühn, böte auch eine Genossenschaft die beste Rechtsform, da hier jedes Mitglied, egal wie viele Anteile es besitzt, nur eine Stimme in der Generalversammlung habe.

    Lokale Energiewende fördern

    Um die Genossenschaft anzuschieben, habe man sich bereits für zwei Investitionen entschieden und diese getätigt. Dabei handele es sich um den Kauf der Photovoltaikanlage auf dem Dach der neuen Halle der Turngemeinde Worms sowie um Anteile an den drei Windrädern in Alsheim. Insgesamt seien dafür 800.000 Euro investiert worden. Die Mittel dazu haben Volksbank und Sparkasse zu Vorzugskonditionen zur Verfügung gestellt.
    Zurzeit, so Helmut Antz, überlege man die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Tennisclub grün-weiß zu erwerben. Helmut Antz legte auch Wert darauf, dass die Energiegenossenschaft Worms-Wonnegau in der Region investieren und sich engagieren wolle. Keinesfalls wolle man irgendwo auf der Welt aktiv werden und anonyme Anteile, etwa in Windräder in Südamerkia, erwerben.
    Bernd Hühn ergänzte hier, dass die Verwurzelung in der Region ein Kernelement der Genossenschaft sei, und man durch dieses lokale Engagement auch in kauf nehme, dass die Renditen nicht so hoch seinen, wie etwa in dem bereits angesprochen Windpark in Südamerika entlang der Anden.
    Im Jahr 2013 werde es aus „Anschubgründen” noch keine Dividende geben und ab 2014 kalkuliere man zwischen 2,3 und 3 Prozent, so Bernd Hühn. Dies seinen keine überragenden Renditezahlen, doch mehr als zurzeit bei vielen anderen Geldanlagen erzielt werden könne. Und das Engagement in der Energiegenossenschaft Worms-Wonnegau müsse jeder, der sich finanziell einbringen will, auch immer vor dem Hintergrund der Energiewende sehen, raus aus dem Atomstrom hin zu regenerativer Energie. Ergänzend fügte er hinzu, dass er sowie sein Vorstandskollege Bernd Antz die Funktionen ehrenamtlich ohne jegliche Vergütung ausübten.

    Wer mehr über die Energiegenossenschaft Worms-Wonnegau erfahren möchte, dem sei die Informationsveranstaltung am 17. September um 18.30 Uhr in der Turbinenhalle in der Klosterstraße empfohlen. Hier stellt sich die Genossenschaft und ihre Ziel vor. Eine Anmeldung unter folgender Telefonnummer wird unbedingt gebeten: 06241 / 841 4900

     
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