Mo., 24.08.2026
Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Mi., 26. Juni 2013, 14:47 Uhr
    Dekan Storch in neue Amtsperiode eingeführt / Propst Schütz: „Einer, der von den Schätzen der Theologie weiß“

    Regionales Kirchenparlament tagt in Worms

    Propst Dr. Klaus-Volker Schütz (rechts) gratuliert Dekan Harald Storch. Foto: Yvonne Schnur


    Als „erfahren und unkompliziert“ bezeichnete Propst Dr. Klaus-Volker Schütz den langjährigen Wormser Dekan, Harald Storch. „Einer, der von den Schätzen der Theologie weiß“, wie sich Schütz ausdrückte, wurde am vergangenen Montag durch den Propst in die neu begonnene Amtsperiode eingeführt.

    Einst jüngster Dekan der Landeskirche
    In seiner bis heute andauernden, fast 24-jährigen Amtszeit wurde aus dem seinerzeit jüngsten Dekan der Landeskirche – Pfarrer Harald Storch war damals gerade einmal 34 Jahre alt – der Dienstälteste unter den Dekanen. Im Namen der Kirchenleitung drückte Propst Schütz seinen Dank darüber aus, dass Storch für eine weitere Amtszeit zur Verfügung steht: „Der alte, neue Dekan meistert seine Aufgaben mit Bravour und scheut sich nicht, seine Schäfchen auf neue Wiesen und Auen zu führen“, zollte Schütz dem Dekan Respekt. Während Storch auf seinem langjährigen Weg bestätigt wurde, trat Johanna Claußnitzer-Piel den ihren frisch an. Die Dekanatsjugendreferentin hatte Anfang des Jahres ihre Tätigkeit aufgenommen und wurde nun im Gottesdienst in ihren Dienst eingeführt. Für einen festlichen musikalischen Rahmen im Gottesdienst sorgten die Dekanatskantorinnen Ellen Drolshagen an der Orgel und Kristine Weitzel mit einem Flötenensemble.

    Schütz: Gelassenheit scheint sich zu bewähren
    In seiner Predigt gab Propst Schütz die Geschichte eines Mannes wieder, dem im alten China zur Zeit der „großen Mauer“ ein Unglück widerfuhr. Während sein Umfeld ihn bedauerte blieb er gelassen – und tatsächlich kehrte sich das Unglück in ein großes Glück. Man wisse eben nie, was Glück und Unglück oder was gute und schlechte Entscheidungen sind, gab der Propst im Hinblick auf die anschließende Synodentagung zu bedenken. Eine gewisse Gelassenheit scheint sich zu bewähren.

    „Sie sind mein Schlüssel für die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen in den Gemeinden – öffnen Sie mir die Tür“, wandte sich die frischgebackene Dekanatsjugendreferentin, Johanna Claußnitzer-Piel, an die 69 Synodalen in den Räumlichkeiten der Wormser Friedrichsgemeinde. Die Diplom-Pädagogin aus Bechtheim arbeitet in den Landgemeinden des Dekanats Worms-Wonnegau unter anderem daran, den ehrenamtlichen Nachwuchs für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen fit zu machen.

    Spezielles Sander-Bier aus Mettenheim
    Vor einem Jahr öffnete der Kirchen- und Diakonieladen „Beim Luther“ in gemeinsamer Trägerschaft von Diakonischem Werk Worms-Alzey und Evangelischem Dekanat Worms-Wonnegau seine Türen. Dieses Jubiläum wurde just am vergangenen Samstag mit einer Premiere begangen: Zum Gedächtnis des Reformators hatte die Mettenheimer Brauerei Sander eigens ein Bier gebraut, das nun im Laden käuflich erworben werden kann.

    Das Jubiläum gab den Synodalen Anlass, ein erstes Resümee zu ziehen. Neben Aktionen zu besonderen Anlässen, wie etwa zum Reformationstag oder während der Wormser Religionsgespräche, ließ der Lutherladen vor allem mit seinem Sortiment von der Luthersocke über Literatur bis hin zum Lutherwein von sich hören. Daneben wird er rege von Gemeinden und kirchlichen Institutionen, etwa der Sozialstation oder der Erwachsenenbildung, für Konferenzen verschiedener Art sowie als „Umschlagplatz“ für Gemeindebriefe, Broschüren und Veranstaltungshinweisen genutzt.

    Auch an Engagement mangelt es nicht: Das 25-köpfige Team um Ladenleiterin Jutta Ebert und Stadtkirchenpfarrer Dr. Achim Müller steht an sechs Tagen in der Woche hoch motiviert von morgens bis abends für die Kundschaft bereit. Doch um mit Faust zu sprechen, am Golde hängt doch alles: Zwar rechneten die Träger damit, dass sich der Laden nicht auf Anhieb tragen würde und eine Anschubfinanzierung notwendig sei, doch wurde das erwartete Maß überschritten. Mit großer Mehrheit stimmten die Synodalen daher für einen konzeptionellen Umstieg. Dies betrifft zunächst die angemietete Immobilie, weitere Schritte werden während der synodalen Tagung im Herbst entschieden.

    Aktuelle Diskussion zum Wahlalter
    Dr. Ulrich Oelschläger, Präses der Landeskirche, berichtete von den Tagungen der Landessynode. Derzeit wird etwa diskutiert, ob das Wahlalter für die Kirchenvorstandswahl auf 16 oder sogar 14 Jahre herabgesetzt wird – die Tendenzen gingen jedoch nicht in diese Richtung, so Oelschläger. Außerdem beantragte die Landessynode, dass die Bezeichnung „Trauung“ für alle Gottesdienste anlässlich eines vom Standesamt beurkundeten Lebensbündnissen von Paaren – also auch gleichgeschlechtlichen – gelten soll.

    Abschließend informierte Dekan Storch darüber, dass der Dekanatssynodalvorstand im Zuge der Pfarrstellenbemessung nun auf die Gemeinden zukommen wird, um gemeinsam Überlegungen zur Umsetzung der landeskirchlichen Gesetze anzustellen. „Wir werden der Kirchenleitung keinen Plan zur Genehmigung vorlegen, der nicht mit Ihnen durchgesprochen wurde“, versicherte Storch den Synodalen.

    Beitrag aus der Rubrik

    » Aus dem Nibelungenland
    » Worms und Ortsteile
    Anzeige Reifen Mast KN10123Anzeige Platten NOLLAnzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1
    Anzeige TicketshopAnzeige Cecil Cycle KN18256Anzeige das Wormser
    Anzeige Klinikum Worms - Tag der offenen TürAnzeige Tip SüdhessenAnzeige Amtsblatt