Die Hochheimer Kerwe erlebte am Freitag einen nasskalten Auftakt / Die Stimmung unter dem Zeltdach war aber ausgezeichnet
Regnerischer Auftakt in Hochheim
Der Wettkampf von "Heiner dem Schreiner" (links) drehte sich diesmal um die Identifizierung von Werkzeug. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Zum Glück stand beim Kerwe-Auftakt am Freitag im Wormser Stadtteil Hochheim ein kleines Festzelt, sonst wären wohl alle Gäste vor dem Wolkenbruch geflüchtet. So aber wurde es zwar ein regnerischer, aber gelungener Start der Festlichkeiten im Hof der "Alten Schule".
Es war wie verhext, Punkt 18.30 Uhr begann das Eröffnungsprogramm mit der Rede von Ortsvorsteher Timo Horst, und Punkt 18.30 Uhr setzte heftiger Regen ein. Und die Himmelsschleusen sollten das gesamte Eröffnungsprogramm geöffnet bleiben. Kurz gesagt, es goss über eine Stunde in Strömen! Aber Hochheim wäre nicht Hochheim, würde dies die Feierlaune ernsthaft trüben. Es wurde unter dem Zelt zusammengerückt und schon ging das Programm weiter. Nach dem Ortsvorsteher spielte der Posaunenchor, dann kamen die Sänger des MGV und schließlich war Zeit für "Heiner den Schreiner" mit seinem kniffligen Wettstreit, bei dem Ortsvorsteher Timo Horst gegen den Sozialdezernat Waldemar Herder antrat. Diesmal galt es Schreinerwerkzeug zu erkennen. Ortsvorsteher Timo Horst setzte sich in dem spaßigen Wettkampf hauchdünn durch und rettete damit die Schreinerehre von Hochheim. Im Anschluss stieg die Feierlaune und das Fest begann so richtig. Die große Hoffnung für Samstag und Sonntag ist, dass es trocken bleibt und vielleicht sogar die Sonne lacht, sodass besonders die Kinder zu ihrem Spaß kommen.
Ein Wermutstropfen des Freitagabends war allerdings, dass der 1. Vorsitzende des MGV, Bernd Bickel, erklärte, dass der Männergesangverein die Kerwe in Zukunft nicht mehr so aktiv wie die letzten 25 Jahren organisieren kann. "Wir werden einfach älter und es geht nicht mehr so. Heute musste ein 83-jähriger auf die Leiter steigen und Kabel befestigen. Dies geht in die nächsten Jahren nicht mehr. Wir werden auch weiterhin singen und für den musikalischen Rahmen sorgen, aber die Organisation muss in andere Hände gelegt werden", erklärte Bernd Bickel gegenüber dem NK. Ortsvorsteher Timo Horst sucht hier bereits nach Lösungen, man darf gespannt sein, wie das Konzept im nächsten Jahr ausschaut.