WORMS: SPD Arbeitskreis Innenstadt möchte Stadttaubenbestand artgerecht verringern
Regulierung der Taubenpopulation
In Worms beteht dringender Handlungsbedarf, um das Stadttauben-Problem zu lösen. Foto: pixabay
"In Worms gibt es große Taubenbestände, die sich auf den Stadtkern und insbesondere auf das Bahnhofsumfeld konzentrieren. Die Situationam Bahnhof zeigt, dass großer Handlungsbedarf besteht, da durch die derzeitigen Vergrämungsmaßnahmen, z.B. Netze und Stacheln, fast täglich Tauben schwer verletzt werden", erläutert die stellvertretende Sprecherin des SPD Arbeitskreises Innenstadtausschusses Maria Unterschütz
Bereits in der Sitzung des Innenstadtausschusses am 11. Februar 2020 stellte die SPD den Antrag, eine Anhörung zum Thema „Stadttaubenhilfe“ in der folgenden Sitzung am 28. April 2020 durchzuführen. Leider musste dieser Termin aufgrund der aktuellen Situation in den September verschoben werden. Bei der Anhörung sollen bereits existierende Konzepte zur tierschutzgerechten Regulierung der Stadttaubenpopulation vorgestellt werden.
"Aus Tierschutzsicht müssen Maßnahmen ergriffen werden, die ein friedliches Miteinander von Mensch und Tier gewährleisten. Mit gut geführten Taubentürmen und/oder Taubenschlägen wird eine tierschutzgerechte Regulierung der Taubenpopulation erzielt", versichert Christiane Huth, engagierte Tierschützerin und SPD Mitglied des Innenstadtausschusses.
Hier werden die Tauben mit artgerechter Nahrung und Wasser versorgt. Da sie auch geeignete Brutplätze für die Eiablage finden, kann eine Populationskontrolle stattfinden, indem die Eier durch Attrappen ausgetauscht werden. In manchen Städten wurden pro Jahr schon mehrere 1.000 Eier ausgetauscht.
Hierdurch nehmen Kosten für teure Reinigungsmaßnahmen ab, die bisher aufgrund der Kotbelastung von Gebäuden und Gehsteigen entstanden. Darüber hinaus können kostenintensive Vergrämungsmaßnahmen, die keine nachhaltige Lösung darstellen und wenig tierschutzgerecht sind, weitgehend entfallen.
„Unser Ziel ist es, die Taubenpopulation artgerecht zu verringern“, so Maria Unterschütz und der umweltpolitische Sprecher der SPD Markus Trapp.