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  • Mi., 17. Februar 2016, 19:22 Uhr
    In der Carl-Villinger-Straße wird die städtische Wohnungsbau GmbH rund 30 zweigeschossige Reihenhäuser für Menschen mit Sozialschein bauen

    Reihenhäuser statt Flüchtlingsunterkunft

    An der Carl-Villinger-Straße werden bis zu 30 Reihenhäuser für den sozialen Wohnungsbau entstehen. Archivfoto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Eine Variante, wo in Worms für Kriegsflüchtlinge weitere Unterkünfte entstehen könnten, war das Gelände an der Carl-Villinger-Straße. Davon hat die Stadt jetzt Abstand genommen. Oberbürgermeister Michael Kissel informierte im Anschluss an die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Mittwochabend die Vertreter der Presse über die Entscheidung. Die Kriegsflüchtlinge sollen jetzt primär in Containeranlagen auf dem Salamandergelände und auf dem Motorpool ihr vorübergehendes Zuhause finden. Statt der Flüchtlingsunterkunft sollen an der Carl-Villinger-Straße jetzt zwischen 25 und 30 kleine, zweigeschossige Reihenhäuser entstehen. Zurzeit wird der südliche Teil der Fläche, die bis zu den Bahngleisen reicht, noch von der Stadtgärtnerei zu Baumzucht verwendet. Der nördlich Teil, der bis fast zur Alzeyer Straße geht, ist meist leer, wird im Sommer aber als Parkplatz für Stadion- oder Schwimmbadbesuche genutzt.

    Sozialer Wohnungsbau

    Die Reihenhäuser werden von der städtischen Wohnungsbau GmbH errichtet und sollen zu einem Preis von 6,50 Euro pro Quadratmeter ihre Mieter finden. Sie bleiben Eigentum der Wohnungsbau GmbH. Es wird sich bei allen Häusern um Sozialwohnungsbau handeln. Dies bedeutet, es werden dort Menschen mit einem Wohnberechtigungsschein, also etwa auch Hartz IV-Empfänger, einziehen. Die Vergabe erfolgt über die städtische Wohnungsbau GmbH. Der architektonische Stil soll sich an die Reihenhäuser der Umgebung anpassen, die dort in den 1960er Jahren gebaut wurden.

    Grundsatzentschluss

    Das Gesamtpaket kommt noch einmal in den Stadtrat, doch stimmte der Haupt- und Finanzausschuss am Mittwoch dem Grundsatzentschluss bei nur einer Enthaltung prinzipiell zu. Die Baumfällarbeiten werden nach bereits erteilter Genehmigung durch die Naturschutzbehörde noch im Februar 2016 erfolgen. Nun wird mit der Feinausplanung begonnen, sodass die Reihenhäuser rasch verwirklicht werden können. Oberbürgermeister Michael Kissel sprach von einer sinnvollen Nachverdichtung im innerstädtischen Bereich.

    Der Stadtchef kündigte auch an, dass am 16. März 2016 der Masterplan Wohnungsbau präsentiert wird, bei dem die Verwaltung aufzeigt, wie in Worms in den nächsten zehn Jahren rund 2.500 Wohnungen neu entstehen sollen.

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