Jubilarin spendet 1.100 Euro an Förderverein der Ökumenischen Hospizhilfe
Renate Ruppert offenbart großes Herz
In den neuen Räumen der Ökumenischen Hospizhilfe überreichten Renate und Andreas Johannes Ruppert ihre Spende an Pfarrer Joachim Putz sowie Hans Schmitt, der sich als Vorsitzender des Fördervereins herzlich bedankte.
VON FLORIAN HELFERT Seit rund elf Jahren begleitet Renate Ruppert als ehrenamtliche Helferin in der Ökumenischen Hospizhilfe schwerkranke Menschen auf der letzten Etappe ihres Lebensweges. „Zu meinem 80. Geburtstag haben wir uns entschieden, auf Geschenke zu verzichten“, so die rüstige Seniorin, „und stattdessen um Spenden zugunsten des Fördervereins der Ökumenischen Hospizhilfe gebeten“.
Zusammengekommen sind stolze 1.100 Euro, die Renate Ruppert an Hans Schmitt, Vorsitzender des Fördervereines, und Pfarrer Joachim Putz überreichen konnten. Ein Schicksalsschlag in der Vergangenheit hat sie nach Angaben ihres Ehemannes Andreas Johannes Ruppert dazu bewogen, sich der emotionalen und intensiven Arbeit als ehrenamtliche Hospizhelferin zu stellen.
„Unser querschnittsgelähmter Sohn ist mit 24 Jahren in einem Klinikum in Ludwigshafen erstickt“, berichtete Renate Ruppert aus ihrem Leben. Zwar habe ihr Sohn um Hilfe geklingelt, allerdings sei ihm niemand zur Hilfe geeilt. „Deshalb möchte ich Menschen helfen“, so Ruppert, „dass sie nicht alleine sind“.
Insgesamt 58 ehrenamtliche Hospizhelferinnen und Hospizhelfer stemmen laut Pfarrer Joachim Putz die Aufgabe, Menschen in ihrer letzten Phase zuhause, in Altenheimen oder Kliniken zu begleiten. „Zunehmend wichtiger wird auch die Trauerbegleitung der Angehörigen“, ergänzte Hans Schmitt, welcher ebenfalls ehrenamtlich als Hospizhelfer tätig ist.
Spende unterstützt Kursangebot
„Spenden helfen uns“, so Hans Schmitt weiter, „unentgeltliche Kurse für angehende Hospizhelfer anbieten zu können“. Ein gutes Beispiel ist das am dritten Novemberwochenende beginnende Grundlagenseminar, um die Arbeit der Hospizhilfe kennenzulernen. Wer dann weiterhin Hospizhelfer werden wolle, könne dann an einem acht bis neun Monate dauernden, circa 100 Stunden umfassenden Aufbauseminar teilnehmen. Aus der Spende heraus könne auch der am Donnerstag, dem 28. September, beginnende Kurs zur Trauerbegleitung unterstützt werden.
Ferner sei im November ein „Letzte-Hilfe-Kurs“ angedacht – ein Kurs für alle, die lernen möchten, was sie für ihre Angehörigen am Ende des Lebens tun können. „Wir freuen uns, dass wir zur Arbeit der Hospizhilfe beitragen dürfen“, zeigten sich Renate und Andreas Johannes Ruppert gegen Ende des Gespräches äußerst bescheiden.