So., 16.08.2026
Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Mi., 24. Februar 2016, 23:10 Uhr
    Die Mannheimer Kufencracks unterliegen mit 1: 3 Toren in Ingolstadt und bangen um die Pre-Play-Offs

    Resignation und Fassungslosigkeit um die Adler

    Enttäuschung auf der Mannheimer Bank. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Fast auf den Tag genau vor zehn Monaten feierten die Mannheimer Adler mit einem Sieg in Ingolstadt die Meisterschaft und standen damit auf dem Olymp des deutschen Pucksports. Davon ist nichts, rein gar nichts geblieben. Der Lack ist ab und der Sturz ins Bodenlose geht bei den Blau-Weiß-Roten weiter. Am Mittwochabend unterlagen die Mannheimer Kufencracks an der Stätte des Triumphs, in Ingolstadt, mit 1:3 (0:1/0:1/1:1) Toren. Der Sieg der Panther war verdient. Die Adler waren zwar bemüht gewesen, mehr aber auch nicht. Es fehlte an allem, was eine erfolgreichen Mannschaft ausmacht: Durchschlagskraft, Effizienz, Kampf, Leidenschaft und am allermeisten, an Selbstvertrauen.

    Die Adler sind jetzt seit acht Spielen sieglos und haben wohl nur noch theoretische Chancen auf den direkten Einzug in die Play-Offs. Dazu müssten die Raubvögel noch auf Rang sechs klettern, doch bis dorthin sind es bei nur noch fünf ausstehenden Partien inzwischen zehn Punkte. Selbst mit der Qualifikation für die Pre-Play-Offs wird es langsam eng. Zwar stehen die Mannheimer noch auf Rang 8, allerdings punktgleich mit den Teams auf den Postionen 9 und 10. Und Straubing als Tabellenelfter ist nur ein Punkt hinter den Nordbadenern.

    Das Makabere an der Niederlage vom Mittwoch in Ingolstadt, eigentlich hatte kein Fan oder Beobachter mehr ernsthaft mit einem Sieg der Adler gerechnet. Inzwischen sind die Nordbadener restlos aus der Bahn geworfen und in der Hoffnungslosigkeit versunken. Die meisten Fans sehnen das Ende der restlos verkorksten Spielzeit herbei. Nicht mal mehr Häme, Spott, Wut, Zorn oder aufgebrachter Protest sind rund um die SAP-Arena zu vernehmen. Es ist leise geworden in Mannheim. Resignation und Fassungslosigkeit herrschen vor. Die Cracks im blau-weiß-roten Dress tun fast jedem Zuschauer leid, denn sie sehen aus wie geprügelte Hunde. Und dabei ist es gerade einmal zehn Monate her, dass die fast identische Mannschaft bejubelte den Titel.

    Am Freitagabend empfangen die Mannheimer Adler die Düsseldorfer EG.

    Zur Chronologie

    1. Drittel

    Die ersten vier Minuten gehörten alleine dem ERC Ingolstadt. Die Oberbayern machten mächtig Druck und ein Treffer lag in Luft. Aber es blieb beim 0:0 und so langsam verpuffte der Angriffsschwung der Audi-Städter. Die Adler in der Folge mit einigen guten Chancen. Insgesamt jetzt eine ausgeglichene Partie. Mannheim ab Mitte des Drittels optisch überlegen, Ingolstadt aber mit den bessern Einschussgelegenheiten. In der 14. Minute war es dann soweit und Brandon Buck schoss zum 1:0 für die Panther ein. Als Adler-Stürmer Glen Metropolit in der 15. Minute auf die Strafbank musste, brannte es lichterloh vor Adler Torsteher Ray Emery, aber der Puck ging nicht rein. Bis zum Gang in die Kabinen blieb es beim 1:0 für Ingolstadt. Fazit: Ein flottes Drittel. Insgesamt die Panther gefährlicher. Somit geht die Führung in Ordnung. Torschüsse. Mannheim 5 - Ingolstadt 15

    2. Drittel

    Es waren gerade einmal anderthalb Minuten im zweiten Abschnitt gespielt, da schoss Panther-Stürmer Brandon McMilllan zur 2:0 Führung ein. In der Folge gab es auf beiden Seiten zahlreiche Strafzeiten, sodass kein richtiger Spielfluss zustande kam. Dann waren noch neun Minuten im zweiten Abschnitt zu spielen. In der 32. Minute hatte Adler-Kapitän Marcus Kink zweimal die Chance zum Anschlusstreffer, aber er brachte den Puck nicht im Tor unter. Insgesamt torgefährlicher waren aber die Panther. Die Begegnung wurde nun zusehends ruppiger und war von zahlreichen Nickligkeiten geprägt. Schließlich ging es mit der 2:0 Führung in die Pause. Fazit: Ein zerfahrenes und von Fouls geprägter Abschnitt. Torschüsse: Mannheim 11 - Ingolstadt 12

    3. Drittel

    Die Partie plätscherte zunächst ohne große Höhepunkte vor sich hin. Ingolstadt versuchte das Match möglichst emotionslos über die Zeit zu bringen. In der 49. Minute dann aber der Anschlusstreffer zum 1:2 für Mannheim durch Kapitän Marcus Kink. Und plötzlich war wieder mehr Feuer im Spiel. Die Nordbadener nun bemüht, aber es fehlte die Durchschlagskraft. Die Panther blieben das dominierende Team. Zwei Minuten vor Spielende setzte Adler-Coach Craig Woodcroft alles auf eine Karte und nahm den Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers heraus. Doch nicht Mannheim durfte jubeln, sondern Panther-Stürmer Thomas Greilinger schoss den Puck ins leere Mannheimer Tor zum 3:1 Endstand. Fazit: Die Aufholjagd der Adler kam zu spät und zu halbherzig. Ingolstadt effizienter. Torschüsse: Mannheim 8 - Ingolstadt 14

    Statistik

    Ingolstadt : Mannheim 3:1 (1:0/1:0/1:1)

    Tore:  1:0 (13:05) Buck (Laliberte/McNeill) - EQ; 2:0 (21:30) McMillan (Barta/Greilinger) - EQ; 2:1 (48:01) Kink (Richmond/Joudrey) - EQ; 3:1 (48:01) Greilinger (McNeill) - EN

    
Schiedsrichter: Brüggemann/Piechaczek
    
Strafen: Mannheim 16 Min - Ingolstadt 8 + 10 Min Disziplinarstrafe McNeill
    Torschüsse: Mannheim 24 - Ingolstadt 41
    
Zuschauer: 4.500

    Aufstellungen:

    Mannheim: Emery (Ziffzer) – Lashoff, Akdag, Bittner, Reul, Richmond, Goc, Carle - Kink, Joudrey, Buchwieser, Yip, Hospelt, Arendt, Raedeke, Metropolit, Rheault, Hecht, MacMurchy, Ullmann

    Ingolstadt: Pielmeier (Eisenhut) - Kohl, McNeill, FRiesen, Salcido, Köppchen, Wagner, Barta - Kubalik, Buck, Laliberte, Irmen, Barta, Taticek, Greilinger, Ross, McMillan, Davidek, Pielmeier, Elsner
    Anzeige Reifen Mast KN10123Anzeige Platten NOLLAnzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1
    Anzeige Cecil Cycle KN18256Anzeige Tip SüdhessenAnzeige Amtsblatt
    Anzeige das WormserAnzeige TicketshopAnzeige 3 Füller 1