Stadt Worms hält ihre diesjährige Katastrophenübung bei Evonik ab
Rettungskräfte im Zusammenspiel
Foto: Evonik Industries/Markus Schmitt
Am 17. Oktober hat die Stadt Worms mit rund 250 Einsatzkräften auf dem Werksgelände von Evonik Industries ihre diesjährige Katastrophenübung durchgeführt.
Neben der Menschenrettung und Brandbekämpfung wurde vor allem das Zusammenspiel der verschiedenen Rettungskräfte geprobt. Der Standort Worms von Evonik bot den beteiligten Rettungskräften eine ideale Übungskulisse.
Das Szenario: Infolge einer Explosion auf dem Werksgelände von Evonik Industries werden mehrere Gefahrstoffbehälter beschädigt, eine Ammoniakwolke tritt aus. In Verkettung der Ereignisse kommt es zu einem Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten.
Gerne hatte Evonik den Standort als Kulisse für die Übung zur Verfügung gestellt. „Sicherheit hat für uns einen besonders hohen Stellenwert. Das reibungslose Zusammenspiel unserer Werkfeuerwehr mit den öffentlichen Gefahrenabwehrkräften ist dabei ein ganz wesentlicher Bestandteil unserer Ereignisbewältigung“, sagt Standortleiter Dr. Udo Gropp.
Neben der Werkfeuerwehr von Evonik und dem Gefahrstoffzug der städtischen Feuerwehr waren bei der Übung auch die freiwilligen Feuerwehren mit ihren insgesamt sieben Löschzügen der Ortsteile Stadtmitte, Abenheim, Heppenheim, Herrnsheim, Pfeddersheim, Rheindürkheim und Wiesoppenheim im Einsatz.
Auch das Technische Hilfswerk, mehrere Messfahrzeuge zur Erkundung, leitende Notärzte sowie Schnelleinsatzgruppen (SEG) des Deutschen Roten Kreuzes und des Arbeiter Samariter Bundes (ASB) beteiligten sich an der Großübung. Letztere probten die Versorgung einer größeren Anzahl von Verletzten. Um das Szenario so realistisch wie möglich zu machen, war auch ein Verletztenschminkteam vor Ort.
„Solche Übungen sind eine wichtige Basis, damit im Ernstfall das Zusammenspiel aller Rettungskräfte reibungslos funktioniert“, sagt Michael Kracke, Leiter der Werkfeuerwehr von Evonik. Die Werkfeuerwehr und die städtische Feuerwehr stehen ständig miteinander in Kontakt und haben bereits viele gemeinsame Übungen durchgeführt. „Das Werksgelände von Evonik bietet eine ideale Kulisse, um eine Großübung wie diese so realistisch wie möglich durchführen zu können“, ergänzt Klaus Feuerbach, Leiter der Feuerwehr Worms.
Die Einsatzkräfte müssten Hand in Hand arbeiten, um das Ereignis zu bewältigen. Foto: Evonik Industrie/Markus Schmitt