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  • Mo., 20. Mai 2013, 13:22 Uhr
    SPD Worms-Mitte lud zum Vortrag über rechte Zeichen und Symbole

    „Rheinhessen gegen Rechts“ klärt auf

    Die Veranstaltungsreihe “Treffpunkt Mitte”, die mit über 30 vorwiegend jüngeren Gästen im Römischen Kaiser stattfand, beschäftigte sich diesmal mit dem Erkennen von rechten Zeichen und Symbolen. Hierzu hatte die SPD Worms-Mitte kompetente Vertreter vom Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus und zum anderen den Vorsitzenden des Vereins “Rheinhessen gegen Rechts”, Roland Schäfer eingeladen, auch um über aktuelle Entwicklungen in der Region aufzuklären.

    Oft würden, wie die Besucher erfahren, rechte Gesinnungen bekannte Symbole aufgreifen und in einen anderen Kontext setzen. Beizeichnend seien Zahlenkombinationen wie die 18 oder 88, die jeweils für die Buchstaben des Alphabetes AH (Adolf-Nazi) bzw. HH (Hitlergruß) stehen und somit als Erkennungszeichen ohne rechtliche Beanstandung auf Kleidungsstücken aufgedruckt werden können. Auch, dass derzeit wieder Schulen vereinzelt angeschrieben werden, in denen das Verteilen der rechtsextremen “Schulhof-CD” pauschal angekündigt wird, sei Thema für das Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus.

    Ehrenamtliches Engagement wichtig
    Joke Reuvers von den Jusos, die auch Mitglied der Landes-Schüler-Vertretung ist, merkte an, dass gerade Jugendliche mit wenig sozialem Rückhalt durch das falsch verstandene Gemeinschaftsgefühl einer rechtsextemen Gruppierung schnell in etwas hineingeraten könnten. “Gerade hier sieht man, wie wichtig die ehrenamtliche Arbeit beispielsweise von Sportvereinen ist, um ein soziales Umfeld zu schaffen und einen Freundeskreis aufzubauen”, so Joke Reuvers. Aber auch Ältere werden neuerdings gezielt mit “getarnten Themen” wie “Raus aus dem Euro” oder “Todesstrafe für Kinderschänder” vowiegend in den Sozialen Netzwerken angeschrieben, wie Norbert Haas in die Diskussion richtigerweise einbrachte. “Daher rate ich jedem bei einem Klick auf ‘Gefällt mir’ zwei mal hinzuschauen”, so Norbert Haas.

    Xenia Rolvien wünschte sich, dass das Verbotsverfahren der NPD nun endlich vorankommen müsse. “Es könne ja nicht sein, dass wir auf der einen Seite diese Gruppierung durch den Verfassungsschutz überwachen und auf der anderen Seite über die staatliche Parteienfinanzierung unterstützen”, so Xenia Rolvien.

    Alle waren sich einig gemeinsam an diesem Vorhaben festzuhalten und auch in Zukunft dieses Thema weiterhin aufzugreifen.

    Andreas Gölz, Vorsitzender der SPD Worms-Mitte bedankte sich abschließend für einen erstklassigen Vortrag mit viel Applaus der anwesenden Gäste bei dem Beratungsnetzwerk und bei Roland Schäfer, dem Vorsitzenden des Vereins Rheinhessen gegen Rechts, und versprach diese Veranstaltungsreihe auch in Zukunft vortzusetzen.

    Mehr Informationen unter www.rheinhessen-gegen-rechts.de und auf www.spd-worms-mitte.de 

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