
200 Jahre Rheinhessen lässt sich auf vielerlei Art feiern und so ist auch schon vieles rundum geschehen um dem Anlass gerecht zu werden. Den LandFrauen ist ein besonderes Alleinstellungsmerkmal eingefallen um dem Jubiläum einen Glanzpunkt zu verleihen. Ein Blick in die Reihen engagierter Frauen in der Gegenwart und jüngsten Vergangenheit gab den Anstoß dazu, diesen Frauen (nicht nur LandFrauen) ein Denkmal zu setzen, denn sie prägten und prägen mit das Bild, der vergangenen 200 Jahre, jede auf eine individuelle, ganz unverwechselbare Art. So entstand unter Mithilfe vieler Frauen aus ganz Rheinhessen ein Dokument aus Stoff-Bildern und Dokumentationen, welche die beiden Hobby-Quilterinnen, Christine Springer aus Pfeddersheim und Sieglinde Ihrig-Schöneck aus Bechtheim, erschufen. Sie führten in akribischer Feinarbeit den Plan aus, auf ihrem Werk Bilder von 26 Frauen zu verewigen. Kurzbiografien stellte Marion Beck aus Dittelsheim-Heßloch als Erklärung zusammen. Es sind Frauen aus den unterschiedlichsten Regionen Rheinhessens, deren Lebenslauf vorzeigenswert oder beispielhaft ist. Zu sehen sind z. B. die ehemalige Landesvorsitzende der LandFrauen Ilse Groebe aus Pfeddersheim oder die ehemalige Bechtheimer Vorsitzende, Trudel Roßner. Die Autorin Elisabeth Langgässer aus Alzey, Hebammen, Lehrerinnen, Wirtsfrauen, Geschäftsinhaberinnen, Arbeiterinnen einer Konservenfabrik, Bäuerinnen oder auch Künstlerinnen. Bevor das Schmuckstück seinen Platz in der Alzeyer Geschäftsstelle erhält, steht es allen LandFrauen-Ortsvereinen zur Verfügung um es bei den Festen zum Rheinhessen-jubiläum oder anderen Gelegenheiten auszustellen und Interessierten zu zeigen.
Erstmals wurde es beim sehr gut besuchten Vortrag von Marlene Jacobi-Erwerth bei einer Kreisveranstaltung der LandFrauen in Bechtheim vorgestellt. Zum Thema: „Regionale Identität – der Begriff Heimat neu definiert“, vorgestellt. Die Kulturbotschafterin referierte darüber, was Heimat bedeutet und wie Rheinhessen seinen Namen erhielt. „Heimat“ hat für jeden eine andere Bedeutung. Da wo man sich wohlfühlt, ist man zu Hause. Es ist schade, dass Rheinhessen noch immer etwas abseits steht im Bekanntheitsgrad im übrigen Deutschland. Viele wissen nicht wo es liegt, wo die Grenzen sind und wie es entstand. Wir alle sollen Sorge dafür tragen, dieser Unwissenheit zu begegnen. Rheinhessen ist ein begnadeter Landstrich, der alles bietet, um das man beneidet werden kann: mildes Klima, fruchtbare Böden, herrliche Landschaften, Wein, Felder und Wald und braucht sich nicht hinter der Toskana und anderen Traumländern zu verstecken. Es gibt Baudenkmäler aus der Römerzeit, Zeugnisse jüdischen Kultur, fränkische Gehöfte, gotische Kathedralen und Kaiserdome. Gute Radwege, Straußwirtschaften und Weinfeste bieten Geselligkeit, Frohsinn und Offenheit Gästen gegenüber. Es bleibt zu hoffen, dass im Laufe des Jubiläumsjahres der Bekanntheitsgrad steigt und auch der Quilt, der mittlerweile in Mettenheim Station gemacht hat und beim Pfeddersheimer Türmefest am 18. und 19. Juni auf dem Kirchplatz bei der Kaffee-Tafel der LandFrauen zu sehen ist, weitere Bewunderer findet.
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