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  • Di., 24. März 2015, 16:22 Uhr
    SPD Alzey-Worms setzt auf Bürgerbeteiligung im Rahmen flächendeckender Dialogveranstaltungen

    Rheinhessischer Bürgerdialog

    Von links: Gastredner Volker Gallé, SPD-Vorsitzende Kathrin Anklam-Trapp, MdL, und Heiko Sippel, MdL, bei der Klausurtagung der Alzey-Wormser Sozialdemokraten im Haus der Landwirtschaft Alzey.

    „Die SPD hat ihren festen Platz in der rheinhessischen Geschichte“, lautete das Fazit der zurückliegenden Klausurtagung des erweiterten Vorstands der SPD Alzey-Worms. Im Haus der Landwirtschaft Alzey hatten sich die Sozialdemokraten zusammengefunden, um sich dem 200-jährigen Bestehen der Region zu widmen. Neben einem Grußwort von Gaby Schott, stellvertretend für die Verbände und Institutionen des Hauses,  und SPD-Landesgeschäftsführer Daniel Stich unternahm Gastredner Volker Gallé einen geschichtlichen Rückblick auf das Wirken der SPD in der Region. Daraufhin wurde seitens der Teilnehmer das Modell eines „rheinhessischen Bürgerdialogs“ eingängiger diskutiert.


    „Es ist unser Anliegen den Bürgern in der Region auf Augenhöhe zu begegnen und sie einzuladen, an einer gemeinsamen Politik für Rheinhessen mit zu arbeiten“, fasste Unterbezirksvorsitzende Kathrin Anklam-Trapp, MdL, zusammen. Dafür habe die SPD Alzey-Worms im vergangenen Jahr mit dem „Roten Donnerstag in Rheinhessen“ eine an wechselnden Orten im Landkreis stattfindende Dialogplattform ins Leben gerufen, zu der alle Bürger eingeladen sind, ihre Anliegen vorzubringen. Begleitend wollen die Alzey-Wormser Sozialdemokraten im Rahmen wiederkehrender Aktionstage die Menschen vor Ort persönlich ansprechen und dadurch erfahren, welche politischen Problemlagen diese sehen. Konkrete Lösungsvorschläge sollen daraufhin im Rahmen öffentlicher Dialogveranstaltungen diskutiert werden. „Die Idee eines rheinhessischen Bürgerdialogs ist nicht neu. Vielerorts ist es uns anhand dieses Modells bereits gelungen, die Bewohner einzelner Gemeinden genauso wie Vereine und Verbände aktiv in den politischen Gestaltungsprozesses mit einzubinden“, fügte Landtagsabgeordneter Heiko Sippel an.


    Zuvor hatte Volker Gallé in einem erzählerischen Rückblick auf 200 Jahre rheinhessisches Politikgeschehen die historisch gewachsenen Herausforderungen bei der Findung einer „regionalen Identität“ verwiesen. "Die Identität der Menschen als Rheinhessen zu stärken und nachhaltig zu verankern ist ausgewiesenes Ziel der Initiative ‚200 Jahre Rheinhessen‘“, so der Sprecher von Rheinhessen-Kultur. Ohne ein Regionalmanagement, das die bestehenden Akteure durch ein regionales Kulturbüro ergänzt und dann die Strukturen mit der Wirtschaftsförderung zusammenführt, sei dieser Prozess auf lange Sicht allerdings kaum aufrecht zu erhalten.



    Dialog auf allen Ebenen
    Auch Gaby Schott, Landesgeschäftsführerin des Land Frauen Verbandes Rheinhessen e.V., hält mehr denn je einen intensiven Dialog zwischen den politisch Verantwortlichen und den Vereinen und Verbänden auf allen Ebenen für unerlässlich. „Sowohl der demographische Wandel als auch die schwindende Bereitschaft Führungsaufgaben innerhalb der Vereine zu übernehmen, sind existenzielle Herausforderungen für Non-Profit-Organisationen mit klassischen Aufgaben und hohem ehrenamtlichem Engagement, die sich aus sich selbst heraus finanzieren müssen. Gesellschaftspolitische Interessenvertretung ist gelebte Demokratie und braucht eine gesicherte Zukunft.“



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