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  • Di., 14. Oktober 2014, 18:33 Uhr
    Vier Betreiber übernehmen das Naturfreundehaus und wollen im Mai 2015 bereits den Biergarten öffnen

    Rheinpromenade gewinnt an Attraktivität

    Drei der vier neuen Betreiber. Von links: Michelle Schmitt, Stefan Herold und Marijan Groß. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Es war eine lange Hängepartie, was aus dem Wormser Naturfreundehaus am Rhein zwischen Floß- und dem ehemaligen Winterhafen wird. Die Besitzverhältnisse waren seit Jahren ein wenig kompliziert, weil eine Hälfte der Landzunge der Stadt, die andere Rudolf Strupp gehört. Auch bestand noch der Mietvertrag zwischen Naturfreunden und der Stadt Worms. Doch jetzt konnte der „gordische Knoten“ zerschlagen werden. So wurde der Pachtvertrag mit den Naturfreunden in beiderseitigem Einverständnis aufgelöst. Darüberhinaus kaufte Rudolf Strupp nun auch noch die Hälfte der Stadt, sodass ihm das ganze Gelände gehörte, und veräußerte es dann weiter an die beiden neuen Besitzer Timo Sohl und Stefan Herbold. Rudolph Strupp gehört allerdings weiter die Marina im ehemaligen Winter- bzw. jetzt Schirrhafen.

    Vier Betreiber

    Das Naturfreundehaus wird von vier Personen betrieben: Timo Sohl und seiner Lebenspartnerin Michelle Schmitt sowie Stefan Herbold und seiner Lebenspartnerin Marijan Groß. Während Michelle Schmitt und Marijan Groß den Service übernehmen, wird Stefan Herold die Küche leiten und Timo Sohl kümmert sich im Schwerpunkt um kaufmännische Aspekte. Stefan Herbold ist bereits als Pächter von Kolb’s Biergarten bekannt, den er auch weiterhin behalten möchte. Nach den Plänen der vier zukünftigen Betreiber sollen der Biergarten und die Terrasse bereits im Mai 2015 öffnen.

    Biergarten im Mai öffnen

    Im Gespräch dem Nibelungen Kurier erläuterten die vier Betreiber, dass die Umbau- und Sanierungsarbeiten vor wenigen Tagen begonnen haben. Der weitere Zeitplan sieht vor, dass im Mai 2015 der Biergarten und die Terrasse öffnen. Auf der Terrasse, die sich an der Kopfseite des Gebäudes direkt am Rhein befindet, werden rund 100 Personen Platz finden. Im Biergarten, der sich anschließt und der Längsseite des Naturfreundehauses mit Blick auf den Floßhafen und Rhein liegt, sollen Sitzgelegenheiten für rund 200 Personen entstehen. Dazu kommen eine große Getränkeausgabe und auch ein Fahrradständer soll aufgestellt werden, denn gerade im Sommer werden natürlich viele Gäste mit ihrem Velo an den Rhein kommen. Den Asphalt, der jetzt noch im Bereich des Biergartens liegt, möchte Stefan Herbold rausreißen und dafür einen angemessenen Untergrund, ähnlich wie in Kolb‘s Biergarten, verlegen. Einen Schnitt sollen auch die Bäume erhalten, sodass die Platanen im Sommer als Schattenspender fungieren können. Ganz wichtig sei der Blick auf den Rhein, denn dies sei das einmalig Schöne an dem Standort. Und wer am Rhein sitzt, so Stefan Herbold, möchste auch das Wasser sehen und Schiffe beobachten.

    Innenraum mit 120 Plätzen

    Das Bier, so Stefan Herbold, wird die Eichbaum Brauerei liefern, die Küche soll gutbürgerlich sein, wobei der leichte Schwerpunkt auf Fisch liegen wird. Auf Gäste, die Kaffee und Kuchen bevorzugen, soll eine vielfältige Auswahl warten. Die Innenräume des Naturfreundehauses werden entkernt und sollen dann sukzessive fertiggestellt in einem neuen Flair eingerichtet werden. Im Laufe des Jahres 2015 wird der große Saal dann mit einer Kapazität von 120 Plätzen sowie einer kleinen Bühne öffnen. Es ist daran gedacht, dass auf der Bühne Konzerte, etwa mit Rolf Bachmann, stattfinden.

    Hotel mit 23 Zimmern

    Abgerundet wird der zukünftige Gastronomiebetrieb „Naturfreundehaus“ durch ein kleines Hotel mit 23 Zimmern im Stil eines amerikanischen Motels mit Außenzugängen. Dazu wird der jetzige Gebäudetrakt um eine Etage aufgestockt. Allerdings wird das Hotel als letzter Teil des Naturfreundehauses seinen Betrieb aufnehmen.

    Aufwertung der Rheinpromenade

    Die Wormser Rheinpromenade wird durch die Wiedereröffnung des Naturfreundehauses eine weitere, gastronomische Aufwertung erfahren. Sicher sind viele Bürger froh, dass es nach den Jahren des Streites und des Stillstandes nun vorangeht. Und läuft es gut, können die Wormser schon im Mai im großen Biergarten sitzen, die Seele baumeln lassen und ein frisch gezapftes Bier trinken. Auf einen neuen Namen haben sich die vier Betreiber noch icht geeinigt, doch möchten sie diesen in nächster Zeit bekanntgeben.

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