Mo., 19. Mai 2014, 12:07 Uhr
Rheinufer als Wiege der industriellen Entwicklung in Worms
Mit der Entwicklung des Wormser Rheinufers befasste sich der Arbeitskreis „Wirtschaftsstandort Worms“ der SPD. Das Wormser Rheinufer ist seit dem 19. Jahrhundert geprägt durch das industrielle Wachstum. Insbesondere seit Mitte der 60er Jahre weist die wirtschaftliche Entwicklung meist stetig nach oben. Neben dem vorhandenen Wasserweg tragen dazu der Ausbau der Gleisanlagen und des Straßennetzes erheblich bei. Die sogenannte „Trimodalität“ beweist sich nach wie vor als bedeutender Standortfaktor für die Industrie, wie die Sprecher von Ankerunternehmen wie Röchling, Fiege, Rowe oder auch Rhenania betonen. Folgerichtig ist es wichtig, diese Trimodalität am Rheinufer zu sichern und, wo sich die Möglichkeit ergibt, auszubauen, sowie Erweiterungsfläche für den industriellen Bestand zu schaffen. Diese Sichtweise wird nun umso bedeutender, da die strategisch wichtigen Entwicklungsflächen am „Hohen Stein“ weggefallen sind und die Stadt Worms um so mehr auf die Sicherung der Arbeitsplätze im Bestand angewiesen ist.
Kein Platz für eine Wohnbebauung
Der Stadtrat hat sich mehrheitlich mit den bestehenden Bebauungsplänen zugunsten des funktionierenden Gewerbes am Rheinufer und im Süden der Stadt und somit auch für die Sicherung der Arbeitsplätze ausgesprochen. Deshalb wird auf absehbare Zeit dort kein Platz für eine Wohnbebauung sein, mit der immer wieder geliebäugelt wird. „Unsere Stadt lebt von Gewerbe und Industrie“, betont Heidi Lammeyer, Sprecherin des Arbeitskreises und stellvertretende Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion. Auch wenn Worms sich hervorragend im kulturellen und touristischen Bereich entwickele, reiche es nicht zur „Wohnstadt“.
Wohn- und Geschäftsbereiche der Innenstadt gestalterisch mit dem Rheinufer verbinden
Allerdings wurde in den letzten Jahren mit der sukzessiven Umsetzung des städtebaulichen Rahmenplanes „Rheinufer“ stetig auf das Ziel hingearbeitet, die Wohn- und Geschäftsbereiche der Innenstadt gestalterisch mit dem Rheinufer zu verbinden. Der industriellen Nutzung stehen insbesondere im Südteil der Stadt, im Bereich des Floßhafens, den Industrieanlagen sehr abrupt Erholungs- und Freizeiteinrichtungen gegenüber. Mit dem Ausbau der Rheinstraße und des Rheintorplatzes, der Neugestaltung des Küchler- und Barbarossaplatzes und der Karl-Hoffmann-Anlage ist es in den letzten Jahren gestalterisch wohlgelungen, die Übergänge fließender zu gestalten, die Wohnquartiere der Innenstadt näher „an den Rhein“ zu rücken und den Erholungs- und Freizeitbereich einzubinden. Eine sich weiter entwickelnde, gelungene Verbindung des traditionellen Industriestandortes Worms am Rhein mit den Anforderungen, die eine moderne, touristisch und kulturell orientierte Gesellschaft an ihre Stadt stellt, waren sich die Arbeitskreismitglieder einig.