Der AWO Ortsverein Hamm hatte in die „Bürgerstube“ in der Gemeindehalle Hamm zu einem Vortrag über das Thema „Rheuma – eine Volkskrankheit“ eingeladen, dem sehr viele Mitglieder und Gäste gefolgt waren.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen erfolgten die Ausführungen von Herrn Nobert Schmiedeberg, Vorsitzender der Wormser Rheuma-Liga. Unterstützung erhielt er durch das Vorstandsmitglied, Hannelore Harbauer. Zwischendurch fragte die AWO-Vorsitzende, Ursula Orth in die Runde, wer alles von Rheuma betroffen ist und über die Hälfte der Anwesenden hob die Hand. Eine erschreckende Zahl, stellten alle fest.
Mehr als 400 Krankheitsbilder gibt es, die unter dem Begriff RHEUMA zusammengefasst werden. Schmerzen in Muskeln, Sehnen, Gelenken oder im Bindegewebe, Bewegungen fallen immer schwerer. RHEUMA kann jeden treffen, es kommt in allen Altersstufen vor, auch bei Kindern. Zahlreiche rheumatische Erkrankungen verlaufen chronisch und sind zurzeit nicht heilbar. Rheuma ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von Erkrankungsbildern, gemein haben sie alle, dass sie mit Schmerzen einhergehen.
Es gibt vier Hauptgruppen von Erkrankungen: entzündlich-rheumatische Erkrankungen wie Arthritis, degenerative Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen wie Arthrose, Weichteilrheumatismus wie etwa die Fibromyalgie, bei der Betroffene zumeist jahrelang von Arzt zu Arzt pilgern, ohne eine Diagnose für ihre Schmerzen im ganzen Körper zu bekommen und letztendlich Stoffwechselerkrankungen mit rheumatischen Beschwerden, wie sie bei Gicht vorkommen. Herr Schmiedeberg informierte weiter, dass zahlreiche rheumatische Erkrankungen chronisch verlaufen und z.Z. nicht heilbar sind. Mit der richtigen Medikation und Gymnastik kann ein Fortschreiten der Krankheit verlangsamt oder gar aufgehalten werden.
Die Teilnehmer/innen konnte diverse Hilfsmittel bestaunen, die durch kleine Tricks auch für Rheumatiker handhabbar sind. Die Anwesenden konnten sich mit Broschüren und Infoblätter über verschiedene Krankheitsbilder eindecken, um dies alles in Ruhe zu Hause nachlesen zu können. Im Anschluss an die Ausführungen von Herrn Schmiedeberger serviert das AWO-Team noch kostenlos Kaffee und Kuchen.
Mit einem kleinen Dankeschönpräsent verabschiedete die AWO-Vorsitzende, Ursula Orth, Herrn Norbert Schmiedeberg und Frau Hannelore Harbauer und dankte im Namen aller Mitglieder und Gäste für diesen sehr informativen Nachmittag.