REINIGUNGSAKTION: Mehr als 300 Freiwillige packten am Rheinufer mit an
„Rhine CleanUp"
Schilder werden oft einfach achtlos am Straßenrand liegengelassen. Uwe Becker, freiwilliger Helfer des ebwo, fand mehrere am Rand des Festplatzes.
Zwei Container Restmüll und zusätzlich noch einiges an Altmetall, Bauschutt, Hausrat und Sondermüll, das ist die Ausbeute des Rhine CleanUps 2019 in Worms, das vom Entsorgungs- und Baubetrieb koordiniert wurde und bei dem mehr als 300 Freiwillige bei sonnigem Spätsommerwetter mitmachten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden mit Mülltüten, Handschuhen und teilweise auch Greifern ausgestattet und waren von acht Sammelpunkten aus unterwegs am Rheinufer. Am südlichsten Punkt des Stadtgebiets, am Oberen Buschgraben, war der Bund für Umwelt und Naturschutz und vom nördlichsten Sammelbereich auf Höhe Ibersheim aus ging die THW-Jugend auf Sammeltour. Die Bereiche dazwischen - ausgenommen der unzugänglichen Uferbereiche im Industriegebiet - suchten Familien, Einzelpersonen, Vereine, Firmen und weitere Gruppen nach Abfall ab.
Allein 2,5 Tonnen Abfall in Worms
Bei der größten Reinigungsaktion des Rheins von der Quelle bis zur Mündung wurden allein am Wormser Rheinufer und den vorgelagerten Bereichen innerhalb weniger Stunden rund 2,5 Tonnen Abfall eingesammelt und zwar das, was andere achtlos weggeworfen haben. So landeten neben den unzähligen Zigarettenkippen, Glasscherben, Dosen und verschiedenen Verpackungsmaterialien auch beispielsweise mit Urin gefüllte Flaschen, Hygieneartikel, Batterien, Papier und Kartons, Schilder, altes Spielzeug, Metallschrott wie auch Auto- und LKW-Reifen in den Müllsäcken und Containern. Gerade einige Zufahrtswege zum Rhein wie zum Beispiel Parkbereiche für LKWs waren regelrecht von Unrat übersät und dies trotz zahlreicher vorhandener Abfalleimer, die jedoch meist nicht genutzt werden. Das „Team Sauberes Worms“ des ebwo übernimmt im Nachgang noch die Entsorgung einiger Müllablagerungen, die am Aktionstag aus hygienischen oder technischen Gründen nicht möglich waren.
Viele der Freiwilligen trafen sich nach dem Rhine CleanUp noch in Rheindürkheim zum gemeinsamen Imbiss.
189 Veranstaltungen mit über 20.000 Helfern
Die Homepage der Initiatoren des Rhine CleanUps www.rhinecleanup.org vermeldete bereits einige Zahlen zur gesamten Aktion, die in Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz, Frankreich und Österreich stattfand: 189 Veranstaltungen mit über 20.000 Helferinnen und Helfern und mehr als 171 Tonnen gesammeltem Müll. Das sind mehr als doppelt so viele Freiwillige und auch rund 60 Tonnen mehr Abfall als im letzten Jahr bei der ersten Rhine CleanUp-Aktion. Nach der Aktion am Wormser Rheinufer konnten sich die Freiwilligen dann beim gemeinsamen Imbiss in Rheindürkheim über die teilweise kuriosen Funde austauschen und nur darüber wundern, wie achtlos mancher mit unserer Natur umgeht. Als kleines Dankeschön konnten die Freiwilligen, vom Flohmarkttisch, den die Koordinatorin der Wormser Aktion Lisa Schäfer (Abfallpädagogik beim ebwo) vorbereitet hatte, noch etwas gut Gebrauchtes wie Spielzeug, Bücher oder Dekoartikel mit nach Hause nehmen.
Dank an alle Helfer
„Wir freuen uns über die positive Resonanz und die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer, die tatkräftig mit angepackt und aktiv einen Beitrag zum Umweltschutz geleistet haben“, so Bürgermeister und Dezernent Hans-Joachim Kosubek, der in Rheindürkheim dabei war. Auch von ebwo-Seite packten Freiwillige mit an, so auch der technische Werkleiter Hans-Dieter Gugumus: „Dreck einsammeln, schön und gut, aber letztlich leben wir in einer Überflussgesellschaft. Der beste Müll ist immer noch der, der gar nicht erst entsteht.“ Der ebwo bedankt sich herzlich bei allen, die Teil der Wormser Rhine CleanUp-Aktion waren und hofft auf ebenso viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer im nächsten Jahr.