
Von Karolina Krüger Groß war am Mittwoch das Interesse an der Feierstunde zum traditionellen Richtfest des Rohbaus der neuen Tagesförderstätte (TFS), die in Osthofen im Alter Herrnsheimer Weg entsteht. Die Gästezahl spiegelte, wie viele Menschen aus Politik und Wirtschaft an diesem Projekt Anteil haben und zu seinem Erfolg beitragen.
Weil es in der seit zwanzig Jahren in Betrieb befindlichen Tagesstätte in Worms viel zu eng geworden ist, machten sich die Verantwortlichen vor vier Jahren auf die Suche nach einer Erweiterungsmöglichkeit. Die in Worms vorhandenen 42 Plätze sind zur Zeit mit 52 betreuten Menschen so überbelegt, dass nur die Aussicht auf Entlastung nach Fertigstellung der neuen Räumlichkeiten im April 2019 zum Durchhalten motiviere.
Nach ersten Überlegungen am Standort Worms, fand sich die Alternative in Osthofen. Neben dem geeigneten Grundstück konnten hier die Kosten auf verschiedene Schultern des Landkreis Alzey-Worms verteilt werden. Auf siebenhundert Quadratmetern Grundfläche entstehen im Erdgeschoss vier großzügige Gruppenräume, wichtige Rückzugsgelegenheiten und ein schöner Innenhof. Die Nutzung des ersten Obergeschosses ist noch offen. Die Einrichtung bietet Menschen mit Mehrfachbehinderung, die über einen Schulabschluss verfügen, die Möglichkeit im Rahmen ihrer Fähigkeiten Arbeit zu finden.
Helga Ringhof, die Leiterin der TFS in Worms und später auch Osthofen erläutert die Aufgaben: „Neben der therapeutischen Betreuung, die vor allem beschützen möchte, ist es die Teilhabe an der Arbeitswelt, die wir den Menschen mit Behinderung ermöglichen wollen, die eben das Mindestmaß an Produktivität nicht erbringen können.“