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  • Mi., 20. Januar 2016, 08:12 Uhr
    IHK-Konjunkturumfrage: Rheinhessische Wirtschaft bleibt robust / Nur Exportrate nicht mehr auf Rekordwachstum

    Robust ins Jubiläumsjahr

    In den rheinhessischen Unternehmen bleibt die Stimmungslage auch zum Jahreswechsel 2015/2016 weiterhin robust. Die Ergebnisse der Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen zeigen, dass sich die rege Geschäftstätigkeit aus den Herbstmonaten weitgehend auch im Winter fortsetzt. Zugleich bleiben die Erwartungen für das angelaufene Jahr optimistisch.

    Exporte stagnieren
    Nach Aussage von IHK-Hauptgeschäftsführer Günter Jertz hat es allerdings erstmals seit Herbst 2014 keine Steigerung mehr im Export gegeben. „Die Entwicklung auf den Weltmärkten verhindert derzeit, dass der Export als klassische rheinhessische Konjunkturlokomotive weiter unter Volldampf fährt – das Tempo ist aber immer noch beachtlich. So weist China als Zielland Nummer acht der rheinland-pfälzischen Ausfuhren das niedrigste Wachstum seit 25 Jahren auf. Auch der Verfall des Ölpreises drückt die regionale Exportbilanz, zahlen doch viele der Kunden aus Russland und Nahost in Petrodollar.“ Dass sich dennoch die Zukunftsaussichten der Firmen nicht verdüstern, liegt laut Jertz daran, dass mit Frankreich und USA die wichtigsten rheinhessischen Auslandsmärkte keine Schwäche zeigen.

    42 Prozent (Herbst 2015: 49 Prozent) der befragten Firmen werteten ihre aktuelle Geschäftslage als gut. 50 Prozent (Herbst: 48 Prozent) sprechen von einer befriedigenden und 8 Prozent (Herbst: 3 Prozent) von einer schlechten Geschäftslage. Stabil bleiben die Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monate: 30 Prozent (Herbst: 28 Prozent) sehen bessere Geschäfte, 53 Prozent (Herbst: 60 Prozent) gleichbleibende und 17 Prozent (Herbst: 12 Prozent) schlechtere Geschäfte.

    Industrie: Auftragseingang konstant
    Bei der Industrie bleibt der Auftragseingang konstant: 60 Prozent (Herbst: 62 Prozent) bewerten ihn als gleichbleibend. 19 Prozent (Herbst: 32 Prozent) konnten einen gestiegenen Auftragseingang verzeichnen, 21 Prozent (Herbst: 6 Prozent) melden zurückgehende Auftragseingänge. Nur noch 38 Prozent (Herbst: 55 Prozent) melden gestiegene Aufträge aus dem Ausland, 62 Prozent (Herbst: 60 Prozent) dagegen gleichbleibende oder weniger Aufträge. Der Binnenmarkt sendet konstante Signale: bei 66 Prozent (Herbst: 51 Prozent) der Unternehmen sind die Auftragseingänge aus dem Inland unverändert geblieben. 13 Prozent (Herbst: 28 Prozent) sprechen von gestiegenen, 21 Prozent (Herbst: 21 Prozent) von zurückgegangenen Aufträgen.

    Im Handel bewerten 38 Prozent der Firmen (Herbst: 25 Prozent) ihre aktuelle Geschäftslage als gut. Knapp die Hälfte (45 Prozent; Herbst: 70 Prozent) vergibt die Note befriedigend. Die Erwartungen für die nächsten zwölf Monate sind leicht gestiegen: nunmehr 28 Prozent (Herbst: 23 Prozent) erwarten bessere Geschäfte, 61 Prozent (Herbst: 54 Prozent) gleichbleibende und 11 Prozent (Herbst: 23 Prozent) schlechtere Geschäfte. Gleichwohl steigt der Bedarf an Personal: In den nächsten drei Monaten wollen 11 Prozent (Herbst: 7 Prozent) ihre Beschäftigtenzahl erhöhen.

    Im Dienstleistungsbereich bezeichnen 46 Prozent (Herbst: 56 Prozent) ihr aktuelle Geschäftslage als gut und 52 Prozent (Herbst: 39 Prozent) als befriedigend. 27 Prozent (Herbst: 33 Prozent) erwarten bessere Geschäfte binnen der nächsten zwölf Monate. Entsprechend denken auch nur noch 18 Prozent (Herbst: 22 Prozent) an steigende Investitionen im gleichen Zeitraum.

    Positive Signale am Arbeitsmarkt
    Für den Arbeitsmarkt senden die Unternehmen einige positive Signale: In den kommenden zwölf Monaten denken 21 Prozent (Herbst: 16 Prozent) der Firmen daran, ihre Beschäftigtenzahl zu steigern, 62 Prozent (Herbst: 76 Prozent) wollen sie gleich bleibend belassen und 17 Prozent (Herbst: 8 Prozent) rechnen mit einer sinkenden Beschäftigtenzahl. Ersatzinvestitionen werden von der Hälfte der Unternehmen (50 Prozent; Herbst: 48 Prozent) als Hauptmotiv für Investitionen genannt, gefolgt von Rationalisierung (35 Prozent; Herbst: 27 Prozent) und Produktinnovation (31 Prozent; Herbst: 31 Prozent).

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