
Von Vera Konersmann Ein musikalisches Highlight der besonderen Art erwartet die Gäste am Donnerstag, dem 30. April, um 20 Uhr, im WORMSER. Bei „The Roger Cicero Jazz Experience“ präsentiert der Sänger zusammen mit einem Trio englische Jazz-Standards, Klassiker und Cover im außergewöhnlichen Gewand. Im Vorfeld hat der Musiker mit dem NK gesprochen.
NK: Herr Cicero, sie haben bereits 2007 vor der Kulisse des Wormser Doms gespielt. Hatten Sie damals Gelegenheit die Nibelungenstadt ein wenig näher kennenzulernen?
R.C.: Leider nein, bei unserem straffen Tourplan bleibt eigentlich nie die Zeit, mehr von den Städten zu sehen. Ich erinnere mich noch, dass der Sommer 2007 es nicht gut mit uns gemeint hat. Von 25 Open-Air Konzerten hat es bei 24 um gefühlt Punkt 20 Uhr angefangen zu regnen.
NK: Das „Jazz Experience“ wird angekündigt als „So haben viele Roger Cicero noch nicht erlebt (…), Cover im außergewöhnlichen Gewand (…), ganz andere Töne“, was genau ist denn das Besondere, das die Wormser am 30 . April erwarten dürfen?
R.C.: Zunächst sind wir wirklich nur ein Quartett mit Schlagzeug, Bass, Gesang und Piano. Außerdem wird es ein komplett englischsprachiges Konzert, bei dem ich mich auf meine Jazzwurzeln berufen habe und einen kleinen Teil meiner Lieblingslieder verschiedener Genre darbiete.
NK: Was macht für Sie ein Lieblingslied aus?
R.C.: Lieblingslieder sind für mich Stücke, die ich sofort nach dem ersten Anhören nicht mehr ausmachen möchte. Eine ganze Zeit lang höre ich dann fast nix anderes mehr an. Für „The Roger Cicero Jazz Experience“ haben wir uns diese Songs zu eigen gemacht und sind super stolz, welche schöne Melange an Klangfarben wir unserem Publikum bereits 2013 präsentieren konnten.
NK: Im Jahr 2013 waren Kritiker und Fans gleichermaßen davon begeistert. Was denken Sie woran das lag?
R.C.: Ja, das war wirklich ein großer Erfolg und schrie quasi nach einer Wiederholung! Egal wo wir spielten und egal, was die Menschen im Vorfeld erwartet hatten oder eben nicht erwartet hatten,wir haben es immer geschafft die Leute an die Hand zu nehmen und an unsere Musik heranzuführen. Am Ende standen die Menschen zum Teil richtiggehend beseelt auf den Tischen.
NK: Werden auch einige ihrer deutschsprachigen Hits zu hören sein?
R.C.: Nein, wir präsentieren ausschließlich englische Songs und nichts aus dem üblichen Repertoire. Das Publikum 2013 war stets sehr gut durchmischt, das hat uns riesig gefreut. Die Zuhörer haben sich damals wirklich immer wieder gern überraschen lassen und waren schließlich allesamt beeindruckt.

NK: Herr Cicero sie stammen aus einer Künstlerfamilie. War es da ganz einfach schon immer ihr Wunsch, Berufsmusiker zu werden oder gab es einen anderen Kindheitstraum?
R.C.: Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, ob ich mal so einen klassischen Kleinjungen-Traumberuf wie Feuerwehrmann, Lokführer oder Astronaut hatte. Ich weiß noch, dass ich mir lange eigentlich gar nicht darüber bewusst war, was ich mal werden will.
NK: Und wann haben Sie dann Ihre Leidenschaft zur Musik entdeckt?
R.C.: Eigentlich auch erst relativ spät. Meine Eltern hatten mich zwar im Alter von vier Jahren zum Klavierunterricht geschickt, aber da rebellierte ich so lange, bis ich schließlich mit fünf wieder damit aufhören durfte. Erst als ich mit zehn Jahren dann zum Gitarrenunterricht ging, entdeckte ich meine Leidenschaft für das Instrument und habe mich sehr schnell selbst beim Singen musikalisch begleitet. Das war mein liebstes Hobby, ich konnte gar nicht genug davon bekommen.
NK: Und wann fiel die Entscheidung Profi-Musiker zu werden?
R.C.: Mit 16, aber zunächst erst mal aus Ermangelung einer anderen Perspektive. Mir war die Schule einfach zuwider und im Alter von 17 hatten meine Eltern endlich ein Einsehen und ich durfte das Gymnasium abbrechen. Mit 18 wurde ich dann am Hohner-Konservatorium in Trossingen aufgenommen und in den Fächern Klavier, Gitarre und Gesang ausgebildet. Ich habe ja auch erst später als das die meisten anderen tun, den musikalischen Solo-Durchbruch geschafft.
NK: Sie haben auch schon TV-Luft geschnuppert und arbeiten immer mal wieder als Synchronsprecher, was gefällt Ihnen daran?
R.C.: Ehrlich gesagt, fand ich die Schauspielerei ziemlich anstrengend, da gibt es unglaublich viele Dinge, die man beachten muss. Choreographien, Markierungen, wo man stehen bleiben soll etc. Das Synchronsprechen hat mich aber sofort begeistert. Ich finde es toll, weil man sich komplett auf seine Stimme konzertieren und seinen ganzen Ausdruck hineinlegen kann.
NK: Vielen Dank für das nette Gespräch!
Eintrittskarten für diesen musikalischen Leckerbissen kosten im Vorverkauf je nach Kategorie zwischen 35 und 59 Euro und sin beim Nibelungen Kurier, Prinz-Carl-Anlage 20, beim TicketService Worms, Rathenaustraße 11, 67547 Worms (im Wormser) sowie online unter www.das-wormser.de oder bei allen weiteren Vorverkaufsstellen von TicketRegional erhältlich.
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