Politisches Gerangel um Zukunft von Rathaus II und Hochstift hält an / Auftragsvergabe aufgeschoben
Rolle vor, Rolle zurück
Stillstand wegen neuer Sondierungsgespräche. Die Auftragsvergabe von Ingenieurleistungen für das geplante Rathaus II wurde im Haupt- und Finanzausschuss erstmal aufgeschoben. Foto: Steffen Heumann
VON STEFFEN HEUMANN Im März 2016 erwarb die Stadt Worms das etwa 3.600 Quadratmeter große Grundstück des ehemaligen Ämterhauses in der Andreasstraße/Ecke Dechaneigasse für 1,75 Millionen Euro. Der Erwerb des früheren Gesundheitsamtes wurde aus dem Investitionsstock des Landes mit 390.000 Euro gefördert. Insgesamt stellte das Land für den Umbau und Mordernisierungsmaßnahmen 4,2 Millionen Euro ohne Baunebenkosten zur Verfügung. Als frühester Termin für einen Baubeginn war Anfang 2017 geplant, damit die weit über 100 Mitarbeiter im leerstehenden Verwaltungsgebäude möglichst schnell im Rathaus II Bürgerdienstleistungen, wie die KfZ-Zulassung, Passbehörde und den Bürgerservice ausführen können.
Ein kundenorientierter Service sei an bisheriger Stelle, dem Ämterhaus am Adenauering, nur noch bedingt möglich, so die damalige Begründung. Zudem sollten Mietausgaben eingespart werden, die die Stadt an die Sparkasse und nach dem Verkauf an den Investor Tim Brauer im Rahmen des bis 2021 laufenden Vertrages bezahlen muss. Kalkuliert wurde das Projekt mit rund 8,2 Millionen Euro.
In der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Mittwoch wurde die Auftragsvergabe von Ingenieurleistungen der Tragswerksplanung im Rahmen der Rathaus II-Sanierung im Einvernehmen zwischen SPD und CDU verschoben. Im Vorfeld wurden verschiedene Varianten ins Spiel gebracht. „Hotel statt zweites Rathaus“ (CDU) und „mögliche Standortüberlegungen erst durch fundierte Kostenberechnungen hinterlegen (SPD).