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Mo., 24. Februar 2014, 09:44 Uhr
Hans Cziumplik bietet bei der SPD Worms-Mitte einen Einblick in die Welt der Rotary
Rotary: Eine elitäre Gesellschaft oder humanitärer Zusammenschluss?
Stadtratskandidatin Elena Frey (r.), Stadtratsmitglied Uwe Gros (2.v.l.) sowie SPD Ortsvereinsvorsitzender Andres Gölz (l.) danken dem Pastpräsidenten des Rotary Club Worms Hans Cziumplik (2.v.r.) für einen interessanten Vortrag.
„Wer sind eigentlich Rotarier? Wer kennt diese Vereinigung?“, mit diesen Worten begann Hans Cziumplik seinen Vortrag bei der letzten öffentlichen Vorstandssitzung auf Wunsch des SPD-Ortsvereines Worms-Mitte. Und tatsächlich, bei mehr als die Hälfte der vierzig Anwesenden Gäste, darunter auffallend viele Jugendliche, war Rotary unbekannt.
Rotary versteht sich als Weltgemeinschaft, welche sich der Völkerverständigung, dem Frieden auf der Welt und der Unterstützung von sozialen Diensten verpflichtet fühlt. Rotary ist weder politisch noch religiös. In Chicago, so Hans Cziumplik, wurde 1905 der erste Rotaryclub durch den Rechtsanwalt Paul Harris gegründet. Ziel war es, durch Zusammenschluss von Menschen der unterschiedlichsten Berufe, die rotarische Idee in die Welt hinaus zu tragen.
Erster deutscher Club schon 1927 gegründet
Schon 1927 wurde der erste Club in Deutschland gegründet – auch Worms hat heute zwei Clubs. Den „Rotaryclub Worms“ und den „Rotaryclub Nibelungen“. Hans Cziumplik, Pastpräsident des Rotary Club Worms, erläuterte speziell die Clubaufgaben, welche ganz klar im humanitären Bereich liegen. Eines der weltweit großen Projekte ist die Ausrottung der Kinderlähmung durch die Impfkampagne „Polio+“ und dem internationalen Schüleraustausch von jährlich bis 10 Tausend Jugendlichen. In Worms wurde durch den Rotarier-Club das Bronzemodell des Wormser Doms mit Blindenschrift entwickelt. Außerdem unterstützen sie Migranten mit Deutsch-Kursen an der Volkshochschule und weitere soziale Projekte.
Die Stadtratskandidatin Elena Frey bemerkte an, ob überhaupt und welche Jugendarbeit geleistet werde. Hans Cziumplik wies hier auf den von Rotary gegründeten Partnerclub „Rotaract Worms“ hin, in welchem sich jungen Menschen (18–30 Jahre) in Ihrer Freizeit, durch soziales Engagement, der rotarischen Idee nähern.
Regelmäßige Vorträge und Projektarbeot
Der Club der Rotarier ist intern gut strukturiert. Jede Woche treffen sich die Mitglieder mindestens einmal, es werden Vorträge angehört und Projektarbeit geleistet. Der Rotary Club Worms besitzt 50 Mitglieder. "Dieses zeitintensive und ehrenamtliche Engagement ist ohne wenn und aber ausdrücklich zu würdigen. Man geht hier mit gutem Beispiel voraus!", so SPD-Stadtratsmitglied Uwe Gros, der sich abschließend wie viele Besucher der öffentlichen Vorstandssitzung begeistert vom Umfang der unterschiedlichen Aktivitäten zeigte.